Belinda Bencic kämpft sich in die zweite Runde

Nicht ohne Mühe überspringt die Ostschweizerin in Melbourne die Starthürde: Sie bezwingt Anna-Karolina Schmiedlova 6:3, 7.5.

Nicht souverän, aber in Runde 2: Belinda Bencic verwertet ihren Matchball gegen Anna-Karolina Schmiedlova. (Video: SRF)
Video: Keystone

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Die Zuschauer in der «Margaret Court Arena» bekamen zur Mittagsstunde ein wahres Breakfestival zu sehen 11 von 21 Games endeten mit einem Servicedurchbruch. Schmiedlova gab ihren Aufschlag siebenmal ab, das letzte Mal im finalen Game, Bencic viermal. Gerade im zweiten Satz bewies die Weltranglisten-Siebte grossen Kampfgeist: Zuerst korrigierte sie ein 0:3, wo sie mit zwei Breaks hinten lag, dann schaffte sie den erneuten Ausgleich zum 4:4 und schliesslich wehrte sie beim Stande von 5:5 zwei erneute Breakchancen ab. «Es ist immer sehr schwer, in der ersten Runde den Rhythmus zu finden, ich bin aber froh, wie ich gekämpft habe», sagte sie anschliessend im Platzinterview.

Der erste Satz hätte für Bencic gegen ihre regelmässige Trainingspartnerin, die immerhin einmal die Nummer 28 der Welt war, nicht besser beginnen können: 4:0 stand es nach 17 Minuten, ehe Schmiedlova besser ins Spiel fand und auf 3:4 herankam. Nach 40 Minuten konnte Bencic den ersten Satz dann doch ins Trockene bringen.

Ihre Gegnerin überzeugte über weite Phasen durch starkes Spiel von der Grundlinie aus, Bencic schaffte es aber oft nicht, aus ihren eklatanten Schwächen beim Aufschlag Kapital zu ziehen. Phasenweise spielte die 25-Jährige, welche die komplette zweite Saisonhälfte wegen einer Knieverletzung verpasst hatte, den ersten Aufschlag mit knapp mehr als 100 Stundenkilometern, insgesamt schlug sie acht Doppelfehler.

Die Vorbereitung aufs erste Grand-Slam-Turnier des Jahres war für Belinda Bencic nach ihrer Fussverletzung von Ende Jahr durchzogen verlaufen: In Shenzhen hatte sie bereits das Auftaktspiel verloren, in Adelaide war sie im Viertelfinal ausgeschieden. Nun erhält sie eine weitere Chance, sich in Melbourne zu beweisen, wo sie noch nie über die Achtelfinals hinausgekommen ist: Nächste Gegnerin ist erneut eine Osteuropäerin: Sie spielt gegen die Lettin Jelena Ostapenko (WTA 45), die schon einmal das French Open gewann.

Erstellt: 21.01.2020, 07:19 Uhr

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