Belinda Bencic verliert nach drei verpassten Matchbällen

Die Ostschweizerin kassiert auf Mallorca eine bittere Niederlage. Sie unterliegt der Amerikanerin Sofia Kenin 7:6 (7:2), 6:7 (5:7), 4:6.

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Belinda Bencic fehlte nur ein Hauch zum fünften WTA-Titel und zum zweiten Turniersieg des Jahres. Weil sie im zweiten Satz aber drei Matchbälle nicht verwerten konnte, musste sie den Umweg über den Entscheidungssatz nehmen. Dort begegneten sich die beiden Spielerinnen weiterhin auf Augenhöhe. Bis zum 4:4, dann musste Bencic ihren Aufschlag abgeben. Den Matchball verwertete die 20-jährige Kenin, die in Paris Serena Williams ausgeschaltet hatte, nach 2:42 Stunden.

Im Halbfinal hatte Bencic die ehemalige Weltnummer 1 Angelique Kerber nach Satzrückstand niedergerungen. Es war ihr insgesamt achter Erfolg in diesem Jahr gegen eine Spielerin aus den Top 10. Auch gegen die deutsche Wimbledonsiegerin musste sie zwei Stunden kämpfen.

Wenn Bencic so weiterspielt wie beim ersten Rasenturnier des Jahres, ist es trotz der bitteren Niederlage nur eine Frage der Zeit, bis sie auch bald wieder in diesen erlauchten Kreis zurückkehrt. Weil es beim «Mallorca Open» verhältnismässig wenige Punkte zu gewinnen gibt, verbleibt sie vorerst auf Platz 13, in der Jahreswertung zementiert sie indes den 6. Platz.

Es ist ein gutes Jahr für Bencic

Es war Bencics zweiter Final 2019, nachdem sie im Februar in Dubai auf dem Weg zum Turniersieg gleich vier Top-Ten-Spielerinnen bezwungen hatte. Dubai und Mallorca sind aber bei weitem nicht ihre einzigen Erfolgserlebnisse 2019. Besser als mit dem zweiten Titel beim Hopman Cup mit Roger Federer hätte sie nicht ins Jahr starten können, zudem erreichte sie bei den grossen und prestigeträchtigen Events in Indian Wells und Madrid die Halbfinals.

Bencic startete gegen die Amerikanerin optimal und führte schnell 3:0. Kenin liess sich davon aber nicht beirren und gewann die nächsten vier Games, was die Ostschweizerin sichtlich nervte. Im Tiebreak war sie dann aber klar die Chefin auf dem Platz.

Im zweiten Satz stand Bencic bei 5:4 unmittelbar vor dem Sieg. Sie konnte aber in dieser Phase drei Matchbälle nicht nutzen, auch, weil ihr Aufschlag sie im Stich liess. Es sollte eine Schwächephase sein, die sie teuer zu stehen kam.

«Es war eine sehr gute Woche, leider endete der Final sehr bitter, aber so ist Tennis nun mal», sagte Bencic danach. «Derzeit bin ich schon sehr enttäuscht, aber ich bestreite am Montag schon den nächsten Match. Daher ist die Niederlage schon bald vergessen.»

Ein unwürdiger Centre Court

Das Turnier auf der Ferieninsel, dem Rafael Nadals Onkel Toni vorsteht, wurde zum vierten Mal ausgetragen, so richtig hat es aber den Platz noch nicht gefunden. Aus Budgetgründen gibt es kein Hawkeye, und auf der Profitour gibt es kaum einen Ort, wo die Bälle derart regelmässig verspringen.

Bencic hat damit gezeigt, dass sie für das in einer Woche beginnende Wimbledon-Turnier gerüstet ist. In der kommenden Woche ist sie noch beim WTA-Turnier in Eastbourne gemeldet, Matchpraxis auf Rasen hat sie aber in jedem Fall genügend in den Beinen.

Erstellt: 23.06.2019, 19:40 Uhr

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