«Ich habe nicht viel falsch gemacht»

Belinda Bencic unterliegt in der 3. Runde des Australian Open der Weltnummer 6 Petra Kvitova 1:6, 4:6. Die Schweizerin analysiert ihr Turnier-Aus.

Findet auch beim Matchball der Tschechin kein Gegenmittel: Belinda Bencic unterliegt Petra Kvitova in der 3. Runde des Australian Open klar. (Video: SRF)
Video: Getty Images/Michael Dodge

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Manchmal bleibt nichts anderes übrig, als die Überlegenheit einer Gegnerin neidlos zu anerkennen. Belinda Bencic hatte am Freitagabend in Melbourne keine Mühe damit. «Ich habe nicht das Gefühl, dass ich viel falsch gemacht habe», sagte die Ostschweizerin und hatte damit absolut recht. «Es war ein Riesen-Winnerfest», stellte sie trocken fest. Die Zahlen untermauern dies. 32 Gewinnschläge standen am Ende für die Tschechin zu Buche, bei nur 19 unerzwungenen Fehlern. Bei Bencic war das Verhältnis mit 11 zu 13 nur knapp negativ. «Sie ist im Moment einfach on fire», sagte die 21-Jährige über die zweifache Wimbledonsiegerin, die letzte Woche auch das Turnier in Sydney gewann.

Bencic war konstant unter Druck. Insgesamt kam sie nur Anfang des zweiten Satzes zu zwei Breakchancen, die sie aber nicht nützen konnte. Ansonsten war die 1,82 m grosse Kvitova bei eigenem Service nie in Gefahr. Immerhin konnte die Schweizerin die Partie im zweiten Satz deutlich ausgeglichener gestalten. Ein einziges Break zum 3:4 bedeutete die Entscheidung zu ihren Ungunsten.

Eine «nette» Gegnerin

Es war eine Niederlage, mit der sie gut leben kann. Zudem ist Kvitova eine Spielerin, mit der sie viele Sympathien verbindet. «Als ich als Juniorin auf die Tour gekommen bin, war sie eine von denen, die mega nett waren, viel mit mir geredet und auch trainiert hat», erinnert sie sich. «Die gemeinsame Sprache machte das Verhältnis natürlich zusätzlich persönlicher.» Im Achtelfinal trifft Kvitova, in dieser Verfassung eine Titelanwärterin, auf die erst 17-jährige Amerikanerin Amanda Anisimova (WTA 87).

Die Niederlage schmerzte Bencic auch deshalb nicht allzu sehr, weil sie insgesamt auf einen guten Saisonstart in Australien zurückblickt. Sie verteidigte mit Roger Federer den Titel am Hopman Cup, erreichte in Hobart die Halbfinals und nun in Melbourne die 3. Runde. «Es war eine schwierige Auslosung und ich habe zwei toughe Matches gewonnen», bilanzierte sie. Sie reist nun nach Europa zurück und spielt Ende Monat beim WTA-Turnier in St. Petersburg. Bencic hofft noch auf eine Wildcard oder dass noch fünf Spielerinnen absagen, ansonsten bestreitet sie in der russischen Metropole die Qualifikation. Danach steht der Fed-Cup gegen Italien in Biel an. (ddu/sda)

Erstellt: 18.01.2019, 12:50 Uhr

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