Zum Hauptinhalt springen

«Cry Baby»

Der Halbfinal an den World Tour Finals zwischen Stan Wawrinka und Roger Federer bringt den Eklat mit Mirka zurück in die Köpfe.

Störende Zwischenrufe: Mirka Federer provozierte Stan Wawrinka während dem Halbfinal an den World Tour Finals 2014 in London.
Störende Zwischenrufe: Mirka Federer provozierte Stan Wawrinka während dem Halbfinal an den World Tour Finals 2014 in London.
Reuters
Mirka ist Rogers treuster Fan: Sie verpasst kaum ein Spiel und hat dabei auch immer wieder prominente Gäste bei sich in der Box, wie hier beispielsweise die Basketball-Legende Michael Jordan.
Mirka ist Rogers treuster Fan: Sie verpasst kaum ein Spiel und hat dabei auch immer wieder prominente Gäste bei sich in der Box, wie hier beispielsweise die Basketball-Legende Michael Jordan.
AP, Keystone
Mirka Federer im Gespräch mit dem französischen Weltmeister Thierry Henry bei ATP World Tour Finals in London. (20. November 2011)
Mirka Federer im Gespräch mit dem französischen Weltmeister Thierry Henry bei ATP World Tour Finals in London. (20. November 2011)
AP, Keystone
1 / 5

Niemand hat so viele Spiele von Federer live gesehen wie seine Ehefrau. Es müssen in den vergangenen 15 Jahren – so lange kennen sich Roger und Mirka schon – um die 1000 Spiele gewesen sein. Da kann es schon mal vorkommen, dass man Frau Federer während einer Partie ihres Gatten dabei erwischt, wie sie sich lieber dem Handy widmet, statt ihren Mann mit voller Aufmerksamkeit zu unterstützen. Selbst bei entscheidenden Punkten verzichtet Mirka immer wieder darauf, vor Nervosität ihre Fingernägel zu malträtieren, stattdessen gleitet sie mit dem Daumen über das Display ihres Telefons.

Es gibt aber auch bei Mirka vereinzelte Momente, in denen sie Roger während einem Spiel emotional begleitet. Das ist abhängig von Gegner und Bedeutung der Partie. In bester Erinnerung ist die Begegnung zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka im letztjährigen Halbfinal an der World Tour Finals in London, als sich Mirka während einem Game von der Bande aus mit Zwischenrufen bemerkbar machte. Wawrinka liess davon provozieren, ermahnte Mirka umgehend, was sie dann deutlich hörbar mit einem «Cry Baby» quittierte.

Wawrinka vergab später vier Matchbälle und stellte Federer nach dessen Finaleinzug in der Garderobe zur Rede. Die Aussprache schien die Freundschaft zwischen Federer und Wawrinka nicht weiter zu gefährden – im Gegenteil. Bereits eine Woche später schien der Eklat für die beiden kein Thema mehr, in Lille folgte der gemeinsame Triumph im Davis-Cup-Final gegen Frankreich. Der Schlüssel zum Erfolg war damals eine harmonische Leistung im Doppel, wobei für einmal Wawrinka als Leader auftrat und die Schweiz zum Sieg führte. Dem Romand bietet sich heute Abend (21 Uhr, SRF zwei) die Möglichkeit wieder im Angesicht von Mirka, Stärke zu demonstrieren und die letztjährige Niederlage vergessen zu lassen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch