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Das dicke Fragezeichen hinter Djokovic

Am Australian Open stehen nicht nur die Spieler auf dem Prüfstand, sondern auch die neuen Trainerpartnerschaften von Novak Djokovic und Roger Federer.

Auf in den Kampf: Boris Becker gibt Novak Djokovic beim Training im Melbourne Park Anweisungen. (8. Januar 2014)
Auf in den Kampf: Boris Becker gibt Novak Djokovic beim Training im Melbourne Park Anweisungen. (8. Januar 2014)
Keystone
Kritisch beäugt: Trotz seiner grossen Erfolge als Spieler hat Becker wegen seines bewegten Privatlebens einen zweifelhaften Ruf. (28. Dezember 2013)
Kritisch beäugt: Trotz seiner grossen Erfolge als Spieler hat Becker wegen seines bewegten Privatlebens einen zweifelhaften Ruf. (28. Dezember 2013)
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Ein Lächeln für den Coach: Novak Djokovics Freundin Jelena Ristic scheint Becker zu mögen. (28. Dezember 2013)
Ein Lächeln für den Coach: Novak Djokovics Freundin Jelena Ristic scheint Becker zu mögen. (28. Dezember 2013)
Keystone
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Als Novak Djokovic vor ein paar Wochen kommunizierte, dass er künftig mit dem früheren Wimbledonsieger Boris Becker zusammenarbeiten werde, sorgte er im Tenniszirkus für verwunderte Gesichter. Und die Irritation hat seither nicht nachgelassen, obwohl Djokovic mit Becker an seiner Seite Ende Dezember das Einladungsturnier von Abu Dhabi gewann.

«Es überrascht mich, dass Djokovic die Rolle des Trainers Nummer 1 an Becker vergeben und Marian Vajda zur Nummer 2 degradiert hat», schreibt Serena Williams' Coach Patrick Mouratoglou in seinem Blog. Die letzten Jahre hätten doch bewiesen, dass das Gespann Djokovic/Vajda sehr gut funktioniere. «Die Dienste von Boris haben sicherlich das Ziel, einige Details zu behandeln, etwa die Muster bei Noles Niederlagen gegen Nadal 2013, aber das neue Element darf in einer Equipe, die ihre Effizienz bewiesen hat, keine Verwirrung stiften», warnt der Franzose.

Das Australian Open, das am Montag beginnt, ist für Becker nun die Gelegenheit, zu beweisen, dass er kein dickes Fragezeichen hinter Djokovic ist, sondern eine grosse Hilfe für den Titelverteidiger – und ein Teamplayer, der sich mit dem alten Platzhirsch Vajda arrangieren kann. Als Beweis zählt aber nur der Titel, schliesslich ist Australien Djokovics Parade-Major. Hier holte er vier seiner sechs Grand-Slam-Kronen, die letzten drei Austragungen des Turniers in Melbourne gewann er allesamt.

Die Trainerpartnerschaft zwischen Roger Federer und Stefan Edberg hält Patrick Mouratoglou für unproblematisch. «Im Fall von Federer scheint alles klar: Severin Lüthi coacht ihn weiter, und Edberg spielt die Rolle des Beraters, um die Dinge aus einer anderen Perspektive zu beleuchten», führt der Experte aus.

Er betont aber, dass man trotz des erfolgreichen Duos Andy Murray/Ivan Lendl nicht sicher sein könne, dass ein früherer Weltklassespieler auch ein Weltklassetrainer werde. «Man darf nicht vergessen, dass es ein komplett anderes Metier ist, Coach zu sein.» Lendl habe es perfekt verstanden, sich in einen Trainer zu verwandeln und nicht als ehemaliger Spieler zu denken. «Er hat es geschafft, sich zugunsten von Murray total zurückzunehmen.»

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