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Das Tennis-Paradies des Software-Milliardärs

Oracle-Gründer Larry Ellison investierte auch für die Ausgabe 2017 massiv in den Tennis Garden von Indian Wells – nicht nur im sportlichen Bereich.

Immer grösser, immer exklusiver: Der Tennis Garden von Indian Wells. Foto: Motofoto (Alamy)
Immer grösser, immer exklusiver: Der Tennis Garden von Indian Wells. Foto: Motofoto (Alamy)

Larry Ellison, gemäss Forbes 51 Milliarden Dollar schwer, hat für sein Hobby wieder ein wenig in die tiefen Taschen gegriffen. Dem Mitbegründer des Software-Unternehmens Oracle gehören seit 2009 die Masters- und Premier-Turniere von ­Indian Wells sowie der 49 Hektar grosse und 29 Plätze umfassende Tennis Garden. Dieser ist seit dem Jahr 2000 Schauplatz des grössten und bei den Spielern regelmässig beliebtesten Tennisturniers ausserhalb der Grand Slams.

Seit der 72-Jährige das Turnier übernahm, liess er es permanent durch massive Investitionen veredeln. Für die Ausgabe von 2014 wurde innerhalb von zehn Monaten ein brandneuer zweiter Center Court aus dem Boden gestampft, für 8000 Zuschauer und mit drei Restaurants, Blick auf den Platz inklusive. In den vergangenen zwölf Monaten fuhren wieder schwere Maschinen auf, vor ­allem beim Stadium 1, der mit 16 100 Plätzen zweitgrössten Tennisarena der Welt nach dem Ashe-Court in New York.

Im Fokus stand diesmal eine weitere Aufwertung des zuvor schon erstklassigen kulinarischen Angebots sowie eine Gesamtrenovation der 45 privaten Suiten. Als die Baugerüste wieder abmontiert wurden, standen im Hauptstadion 2000 Quadratmeter mehr Platz zur Verfügung. Alle Suiten und auch das Medienzentrum waren renoviert, es gab ein Nobelrestaurant mit Sicht auf den Court und für Mister Ellison eine neue, nicht allzu kleine Lounge, gleich hinter der Tribüne. Zudem durften 21 Konzessionäre ihre neuen Verkaufsstände in Betrieb nehmen.

Kein Aufwand zu gross

Am Mittwoch präsentierte der neue Turnierdirektor Tommy Haas den Medien seine edle Runde von Nobelköchen. ­Einige Spieler, darunter Stan Wawrinka, durften ihre Angebote degustieren. Zu den dekorierten Chefs gehörte auch der Österreicher Wolfgang Puck, der von der Infrastruktur schwärmte, sie sei ebenso gut wie in seinen permanenten Restaurants. «Selbst ein 200'000 Dollar teurer Ofen war kein Problem.» Weil die Lokale hier aber nur zwei Wochen im Jahr in Betrieb sind, müssen Köche und Angestellte teilweise aus dem ganzen Land eingeflogen werden. Zum Glück, sagte der Chef eines Pizzaunternehmens, müssten sie keine Miete bezahlen.

Mister Ellison sorgt sich aber nicht nur um die VIP-Gäste, die sich per Tablet alle Köstlichkeiten direkt in ihre Suiten ordern können. In seinem Tennisreich soll es allen gut ergehen, immerhin beansprucht es inzwischen unbescheiden den Hashtag «Tennis Paradise». Zuschauer können im Tennis Plaza im Liegestuhl auf Grossbildschirmen bis sechs Partien gleichzeitig verfolgen.

Für die meisten Spieler gehört Indian Wells schon längst zu den Lieblingsstationen, sie wählten es 2016 erneut zum besten Masters-Turnier. Angenehm ist für sie auch, dass das Elftagesturnier gemütlich beginnt. Die Hauptturniere starten erst am Mittwoch (Frauen) und am Donnerstag (Männer), die 32 gesetzten Männer müssen nach Freilosen erst am Wochenende eingreifen. Viel Anlaufzeit bleibt ihnen aber danach nicht mehr, vor allem den Spielern im untersten Tableau­viertel, das ungemein stark besetzt ist. Schon früh zeichnen sich hier Schlagerpartien ab, etwa Djokovic - Del Potro (Runde 3), Federer - ­Nadal oder Djokovic - Kyrgios (Achtel­final) sowie ein Duell zwischen Djokovic und ­Federer oder Nadal im Viertelfinal.

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