Den Schweizerinnen winkt in Budapest eine Millionenprämie

Die Qualifikation für das Fed-Cup-Finalturnier allein bringt dem Team eine halbe Million Dollar ein.

Grosse Freude: Das Schweizer Fed-Cup-Team spielt jetzt um mehrere Millionen Dollar.

Grosse Freude: Das Schweizer Fed-Cup-Team spielt jetzt um mehrere Millionen Dollar. Bild: Keystone

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Der Aufschrei war gross, als im Davis-Cup das neue Format mit dem Finalturnier in Madrid beschlossen wurde. Mitte April erküren die Frauen nun erstmals nach ähnlicher Formel ihre Fed-Cup-Champions, mit 12 statt 18 Teams, an einem gemeinsamen Standort.

«Bei den Frauen hatten wir keine Widerstände», sagt Swiss-Tennis-Präsident René Stammbach, der Vize beim internationalen Verband (ITF). «Die Frauentour WTA war einverstanden, die nationalen Verbände und die Spielerinnen auch.» Die Beweggründe seien die gleichen wie bei den Männern: ­weniger Zuschauer, schwindende Einnahmen und TV-Zahlen.

Swiss-Tennis-Präsident René Stammbach. Bild: Keystone

Budapest sicherte sich die Rechte für drei Jahre. Es habe auch ­andere Bewerber gegeben, sagt Stammbach. Wer das gewesen sei, dürfe er nicht sagen. Der Vertragspartner für den ITF ist die ungarische Regierung. Stammbach sagt: «In Ungarn wird derzeit viel in den Sport investiert, werden viele internationale Wettkämpfe veranstaltet. Man geht davon aus, dass die Ungarn eine Kandidatur für die Olympischen Sommerspiele 2032 eingeben wollen. Und dann wollen sie so ziemlich alles gemacht haben, um nicht mehr beweisen zu müssen, dass sie es können.»

Stattliche 18 Millionen Preisgeld

Anders als beim Davis-Cup-Final sind Gerard Piqué und seine Rakuten-Gruppe nicht involviert. Das habe man gar nicht gewollt, so Stammbach. «Sonst wäre das Klumpenrisiko zu gross gewesen.» Gespielt wird in der Halle auf Sand, und zwar in vier Dreiergruppen. Die vier Gruppensieger qualifizierten sich für die Halbfinals.

Das Preisgeld beträgt stattliche 18 Millionen Dollar, davon 12 für die Spielerinnen und 6 Millionen für die Verbände. Bereits mit der Qualifikation haben sich die Schweizerinnen eine halbe Million Dollar erspielt, plus 300 000 Dollar für Swiss Tennis. Erreichen sie den Halbfinal, könnten sie 1,4 Millionen Dollar unter sich aufteilen. Für den Final gäbe es 2, für den Sieg 3,2 Millionen Dollar. Es winkt das grosse Geld.


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Erstellt: 09.02.2020, 08:33 Uhr

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