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Warum der Tennis-Rasen so fasziniert

Das Grün ist die Lieblingsunterlage von Roger Federer. Was ist so besonders daran? Die Gründe.

Im Profitennis ist die Phase auf Rasen im Vergleich mit anderen Unterlagen die kürzeste. Dennoch gilt das Rasentennis als besonders.
Im Profitennis ist die Phase auf Rasen im Vergleich mit anderen Unterlagen die kürzeste. Dennoch gilt das Rasentennis als besonders.
Keystone
Sechs Turniere finden bis zum Höhepunkt in Wimbledon Anfang Juli statt: Stuttgart, 's-Hertogenbosch, Queen's Club (Bild), Halle, Antalya und Eastbourne.
Sechs Turniere finden bis zum Höhepunkt in Wimbledon Anfang Juli statt: Stuttgart, 's-Hertogenbosch, Queen's Club (Bild), Halle, Antalya und Eastbourne.
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Zudem können die Plätze nur schon durch wenige Tropfen gefährlich rutschig werden. Deswegen ist die Rasensaison vergleichsweise kurz – dafür intensiv.
Zudem können die Plätze nur schon durch wenige Tropfen gefährlich rutschig werden. Deswegen ist die Rasensaison vergleichsweise kurz – dafür intensiv.
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Tennis ist ein vielseitiger Sport. Nicht nur ist er spielerisch variantenreich und psychologisch herausfordernd, auch dessen Spielunterlage wechselt sich ab. Auf der Profitour kann man die Tennisplätze auf drei unterschiedliche Typen aufteilen: Hartplatz, Sand und Rasen.

In Stuttgart wurde am Montag mit dem Turnierstart die Rasensaison lanciert. Und wie jedes Jahr ist es ein kurzer Abstecher auf die grüne Unterlage. Bis zum Grand-Slam-Höhepunkt in Wimbledon Anfang Juli sind im Turnierkalender gerade mal sechs Rasenturniere eingeplant. Im Vergleich zu den anderen Unterlagen scheint das Spiel auf dem Grün zu kurz zu kommen. Doch während Hart- und Sandplätze mit Kampf und Krampf assoziiert werden, steht der Rasen im Tennissport vor allem für eines – Eleganz.

Die Legenden bevorzugen das Grün

Als «Lawn Tennis» ursprünglich bezeichnet, fand die Sportart seine Anfänge auf dem Rasen. So gilt Wimbledon mit seinen 140 Jahren als das älteste und traditionsreichste Tennisturnier der Welt und ist als einziger Grand Slam auf dem Grün das Sinnbild des Rasentennis. Der Platz an der Church Road wird sogar als heilig betitelt. Nicht nur wegen seiner gepflegten Oberfläche, sondern auch aufgrund der Spieler, die darauf zum Ruhm fanden.

William Renshaw, Rod Laver, Björn Borg, John McEnroe, Boris Becker, Stefan Edberg, Pete Sampras, Roger Federer: Sie alle triumphierten gleich mehrmals in Wimbledon und prägten den Sport auf dieser Oberfläche. Borgs und Sampras' schnelles und kraftvolles Serve-and-Volley-Spiel, Beckers legendäre Hechtrolle oder Federers Spielstil, der anmutend perfekt mit der Unterlage verschmilzt, charakterisierten das Rasentennis und gaben der Unterlage den Mythos, den sie heute besitzt.

Einzigartig im wahrsten Sinne des Wortes

Es sind aber nicht nur die Legenden, die den Rasen als Spieloberfläche so einzigartig machen. Rasenplätze sind in der Regel sporadisch. In der Schweiz ist kein offizieller Tennisplatz auf dem Grün bekannt, lediglich einige private Courts existieren. Die über 3600 Plätze haben Sand, Hartbelag oder Teppich als Unterlage. Warum der Mangel an Rasenplätzen?

Die Unterlage gilt als sehr pflegeintensiv und schnell abgenutzt. Für Wimbledon braucht es jährlich über 200 Helfer, um die Unterlage über zwei Wochen lang spielbereit zu halten. Teilweise wird mit Nagelscheren bis auf den Millimeter genau geschnitten. Und während man auf Sand auch bei Nieselregen noch spielen kann, müssen die Partien auf Rasen bereits bei wenigen Tropfen aufgrund erhöhter Rutschgefahr unterbrochen werden.

Es sind wohl die Gründe, warum die Rasensaison bei den Profis so kurz ausfällt. Dennoch ist es für viele Spieler ein Highlight. Beispielsweise für den deutschen Rastafari Dustin Brown, der das Serve-and-Volley-Spiel zelebriert. Oder für Federer, den erfolgreichsten Rasenspieler der Geschichte, der morgen ins Turnier von Stuttgart startet und in Wimbledon seinen achten Titel anstrebt.

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