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Deutsche und Österreicher gehen auf Federer los

Die Presse aus den Nachbarländern wirft dem Schweizer nach dem Out am US Open vor, er sei ein schlechter Verlierer.

Schlechter Verlierer? Federer geht geschlagen von dannen.
Schlechter Verlierer? Federer geht geschlagen von dannen.
Keystone

«Nach seinem Halbfinal-Aus gegen Novak Djokovic verlor der Schweizer die Contenance und trat verbal nach», schreibt das österreichische Webportal Sport10.at über Roger Federer. Stein des Anstosses war Federers Reaktion auf den Vorhand-Return, mit dem Djokovic den ersten Matchball abgewehrt hatte. «Er bekommt diesen Glücksschlag am Ende, und das ändert alles», so «King Roger» an der Pressekonferenz. Der wenig schmeichelhafte Titel des Artikels aus Österreich: «Federer gar nicht gentlemanlike».

«Von wegen Gentleman: Federer als schlechter Verlierer», titelte Kicker.de. Der US-Open-Halbfinal sei ein Match gewesen, das «Federer hinterher verbal die Nerven verlieren liess».

Harte Kritik aus dem Ausland ist für Roger Federer nichts Neues. Nach seinem Scheitern in den Wimbledon-Viertelfinals vor einem guten Jahr befand die englische Presse, er habe die Leistung seines Bezwingers Tomas Berdych nicht genügend gewürdigt. «Federer jammerte wegen einer Rücken- und einer Beinverletzung, wie müde er war und wie gerne er jetzt in die Ferien fahre. Ein Verlierer mit Stil war er nicht», so die «Sun» damals.

Federer selbst wird weder diese Schlagzeile gelesen haben noch jene aus Deutschland und Österreich. Er pflegt nach Niederlagen auf das Studium von Zeitungen und Websites zu verzichten.

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