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Die Furcht vor dem Viertelfinal gegen Nadal

Rafael Nadal reist nach seiner Finalniederlage in Monte Carlo höchstens als Weltnummer 5 ans French Open. Das könnte für Roger Federer und Novak Djokovic unangenehme Folgen haben.

Auch als Nummer 5 der Welt noch Favorit für Roland Garros: Rafael Nadals Niederlage gegen Novak Djokovic im Final von Monte Carlo ändert nichts an der Hackordnung auf Sand.
Auch als Nummer 5 der Welt noch Favorit für Roland Garros: Rafael Nadals Niederlage gegen Novak Djokovic im Final von Monte Carlo ändert nichts an der Hackordnung auf Sand.
Keystone
Nasses Wetter, schwere Bälle: Die äusseren Bedingungen in Monte Carlo waren ein Nachteil für Nadal.
Nasses Wetter, schwere Bälle: Die äusseren Bedingungen in Monte Carlo waren ein Nachteil für Nadal.
Keystone
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Eigentlich sollte Rafael Nadal auf der ATP-Tour nach seiner Entthronung in Monte Carlo weniger Schrecken verbreiten als zuvor. Und trotzdem sorgt er im Hinblick auf das French Open, das in rund eineinhalb Monaten beginnt, mehr denn je für rauchende Köpfe. Grund dafür ist die Tatsache, dass Nadal auch rechnerisch nicht mehr als Top-4-Spieler nach Paris reisen kann – und dass er am Sandplatz-Major von Roland Garros schon in den Viertelfinals auf Novak Djokovic oder Roger Federer treffen könnte. Es sei denn, die Organisatoren bedienen sich eines Kniffs und wenden einen Sonderparagrafen an, um ein frühes Gigantenduell zu verhindern.

Guy Forget, einst selbst Top-10-Spieler und heute Vorstandsmitglied der French-Open-Organisation, signalisierte bereits, dass Nadal – und seine potenziellen Viertelfinalgegner – mit Hilfe rechnen können. «Es wäre schade, wenn Nadal und Djokovic an unserem Turnier schon in den Viertelfinals aufeinandertreffen würden. Die Regeln besagen, dass ein Grand-Slam-Turnier das Recht hat, die Setzung mit Rücksicht auf die Situation der Spieler zu ändern. Wimbledon hat das ja in der Vergangenheit oft getan», erklärte Forget gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Es wäre durchaus nicht unlogisch, die Setzungen anzupassen, findet Forget. Die Zahlen stützen seine Sichtweise: Nadal ist in Roland Garros der absolut dominierende Spieler. Er hat am zweiten Grand-Slam-Turnier der Saison erst eine einzige Partie verloren – 2009 in schlechter physischer Verfassung gegen Robin Söderling. Insgesamt hat er den French-Open-Pokal siebenmal gewonnen.

Überdies wäre es falsch, wegen Nadals 2:6, 6:7-Niederlage gegen Djokovic im Monte-Carlo-Final schon eine Wachablösung im Sandplatztennis auszurufen. Die feuchte und kühle Witterung setzte Nadal am Sonntag wohl ebenso zu wie das taktisch starke Spiel seines Kontrahenten. Wenn die Bälle schwerer werden, nehmen sie den Drall schlechter an und springen weniger hoch, beides ist für Nadals Spiel Gift.

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