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«Diese Vorwürfe sind lächerlich»

Novak Djokovic wehrt sich gegen die Vorwürfe, er spiele nur wegen des 1,6-Millionen-Dollar-Bonus beim Masters-1000-Turnier von Paris-Bercy. Den Gegenbeweis hat die Nummer 1 aber noch nicht erbracht.

«Der Schmerz ist nicht so stark» - Novak Djokovic gibt sich optimistisch.
«Der Schmerz ist nicht so stark» - Novak Djokovic gibt sich optimistisch.
Keystone
«Ich habe noch nicht mein bestes Tennis gespielt» - Djokovic sieht noch Luft nach oben.
«Ich habe noch nicht mein bestes Tennis gespielt» - Djokovic sieht noch Luft nach oben.
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«Wenn der Schmerz zurückkommt, gibt er sofort auf» - Der «Guardian» glaubt nicht, dass Djokovic in Paris alles geben wird.
«Wenn der Schmerz zurückkommt, gibt er sofort auf» - Der «Guardian» glaubt nicht, dass Djokovic in Paris alles geben wird.
Keystone
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In seinem Pariser Startspiel gegen den Kroaten Ivan Dodig hinterliess Novak Djokovic zunächst noch einen etwas steifen Eindruck. Am Ende siegte der grosse Dominator dieser Saison dennoch recht klar 6:4, 6:3. Zu grosser Form lief Djokovic aber erst bei der Pressekonferenz auf, als ihn die Reporter fragten, warum er trotz der Schulterbeschwerden, die ihn im Basler Halbfinal gegen Kei Nishikori den dritten Satz 0:6 verlieren liessen, im Palais Omnisports antrete.

Die Prämie von 1,6 Millionen Dollar, die er für den siebten Start an einem Masters-1000-Event von der ATP kassiert, sei nicht der Grund, so Djokovic: «Ich habe gehört, dass ich auf den Court kommen würde, um ein Game zu spielen und das Geld einzustreichen. Das ist einfach lächerlich.» Hätte Djokovic für das Turnier in der französischen Hauptstadt Forfait erklärt, wäre ihm der Millionen-Bonus komplett entgangen.

Zweifel in Grossbritannien

So richtig will ihm aber kaum jemand glauben, dass er in Paris nur antritt, um Spielpraxis für die am 20. November beginnenden ATP World Tour Finals in London zu sammeln. «Djokovic ist des Geldes wegen nach Paris gekommen, daran kann nur wenig Zweifel bestehen», konstatiert etwa der angesehene britische «Guardian». «Wir können mit Sicherheit feststellen, dass er sich sofort zurückziehen wird, wenn der Schmerz wiederkommt. Das hat er auch schon in Cincinnati gegen Andy Murray getan.»

Heute steht die nächste Bewährungsprobe an

Zum Schweigen kann Djokovic die Kritiker nur dann bringen, wenn er in Paris ähnlich stark spielt wie vor dem Beginn der Hallensaison, als er die Konkurrenz fast nach Belieben dominierte und selbst dann noch einen Ausweg fand, wenn ein Gegner wie Roger Federer im epischen US-Open-Halbfinal vor dem Sieg stand. Ein Schritt zur Rehabilitation könnte die heutige Drittrundenpartie gegen Viktor Troicki sein. Dieser dürfte seinen Davis-Cup-Kollegen Djokovic deutlich mehr bewegen können als Dodig, ihm aber auch die Gelegenheit geben, zu beweisen, dass seine Fitness besser ist als angenommen.

«Ich weiss, ich habe gegen Dodig noch nicht mein bestes Tennis gezeigt», gibt Djokovic zu. «Aber der Schmerz ist nicht so stark, deshalb kann ich auch spielen. An meiner Leidenschaft für den Sport hat sich nichts geändert.»

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