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Djokovic entzaubert Nadal in Spanien

Novak Djokovic bleibt in diesem Jahr das Mass aller Dinge. Der Serbe gewann den Final von Madrid gegen Rafael Nadal 7:5, 6:4 und verlängerte seine Siegesserie.

In beneidenswerter Verfassung: Novak Djokovic schlägt Rafael Nadal in dessen Heimat.
In beneidenswerter Verfassung: Novak Djokovic schlägt Rafael Nadal in dessen Heimat.
Keystone

Djokovic liess sich auch vom Weltranglisten-Ersten auf Sand nicht stoppen und verteidigte seine makellose Jahresbilanz. Mit seinem 32. Matchgewinn in diesem Jahr kam er zu seinem 6. Turniersieg 2011 und dem 24. seiner Karriere. Nadal verlor im Final erstmals seit fast zwei Jahren auf Sand. Seit der Viertelfinal-Niederlage in Roland Garros gegen Robin Söderling hatte er 37 Partien in Folge gewonnen.

Djokovic erwischte im Final des vierten Masters 1000 in diesem Jahr einen exzellenten Start und führte 4:0. Danach glich sich das Geschehen auf sehr hohem Niveau aus. Die beiden Dominatoren der letzten Monate bewiesen eindrücklich, dass sie momentan eine Klasse für sich sind. Djokovic machte den sichereren Eindruck. Ihm gelang es leichter, sich aus dem Spiel heraus Vorteile zu verschaffen. Zwar gab er seinen scheinbar sicheren Vorsprung im ersten Satz wieder preis, doch nutzte er seinen vierten Satzball später zum 7:5.

Starke Nerven

Nadal gelang gleich zu Beginn des zweiten Satzes ein Break, das er aber nicht bestätigen konnte. Der Spanier musste vor den Augen seiner Landsleute fast immer einem Rückstand hinterher laufen. Auch während der Ballwechsel war er oft gezwungen, zu reagieren, tat dies aber phasenweise brillant, wie etwa zu Beginn des zweiten Satzes, als sein Schlag zwischen den Beinen zum gewinnbringenden Lob wurde. Ein Déjà-vu für Djokovic, der auch von Roger Federer, beim US Open im letzten Jahr, schon mit einem solchen Schlag passiert worden war.

Nadal kämpfte, war aber Djokovic an diesem Tag nicht gewachsen. Der Australian-Open-Champion brachte seine Aufschläge im zweiten Satz mit viel mehr Leichtigkeit durch. Und beim Stand von 5:4 nahm er dem Mallorquiner zum fünften Mal in dieser Partie den Aufschlag ab, was gleichbedeutend mit dem Matchgewinn war.

Kvitova setzt ihren Aufstieg fort

Das Frauenturnier an gleicher Stätte gewann die Tschechin Petra Kvitova (WTA 18), die sich damit den bislang bedeutendsten Titel ihrer Karriere sicherte. Die beste Linkshänderin auf der Tour siegte im Final gegen Victoria Asarenka (WTA 5) 7:6 (7:3), 6:4. Kvitova überzeugte im Duell der beiden 21-Jährigen mit ihren starken Grundlinienschlägen. Vor allem mit ihrer Vorhand (19 Gewinnschläge) brachte sie Asarenka immer wieder in Verlegenheit.

Nach dem Erfolg beim mit 3,5 Millionen Euro dotierten Turnier wird Kvitova als sechste Tschechin der Geschichte in die Top 10 einziehen. Noch vor einem Jahr war sie die Nummer 62 der Welt gewesen. Seither hat sie drei Titel gewonnen und in Wimbledon den Halbfinal sowie beim Australian Open den Viertelfinal erreicht. Asarenka, die 19 ihrer letzten 21 Partien gewonnen hatte, konnte sich mit dem Titel im Doppel trösten. Sie triumphierte an der Seite von Maria Kirilenko.

(si)

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