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Drei Schläger zerstört – Tennis-Profi dreht durch

Benoît Paire fällt auf der Tour immer wieder auf. Mal mit einem sensationellen Ballwechsel, dann mit einer ungewohnten Haarfarbe. In Washington war es nun ein Wutanfall.

Nach einem verlorenen Ballwechsel kann sich Paire nicht mehr halten. Video: Tamedia/AP

Emotionen wie Frust und Wut gehören zum Tennis. Einige Spieler zeigen diese öfter und exzessiver als andere. Doch kein Spieler ist die Ruhe selbst. Sogar Roger Federer hat es bereits geschafft, einen Schläger zu zerstören.

Nicht nur ein, sondern gleich drei Rackets zerlegte Benoît Paire in Washington. Der Franzose mit seiner verspielten Spielweise und seinem speziellen Look (eine Kombination aus Holzfällerbart und blonder Haarpracht) verlor in der zweiten Runde komplett die Nerven.

Busse von über 16'000 Euro

Im dritten Satz lag der 29-Jährige gegen Marcos Baghdatis 2:4 in Rücklage und drohte, ein weiteres Break zu kassieren. Nach einem umkämpften Ballwechsel setzte er den Smash ins Netz, die Vorentscheidung war gefallen. Paire konnte sich daraufhin nicht mehr halten. Der Franzose zerstörte mehrere Schläger und kickte auf die Sitzbank ein.

Nach dem letzten Punkt, den er nicht mehr richtig ausspielte, zerschmetterte er ein weiteres Spielgerät. Paire verlor nicht nur das Spiel, sondern wurde zudem noch gebüsst. 16'500 Euro muss er für seinen Wutanfall blechen.

Baghdatis? Da war doch was

Gegner Marcos Baghdatis konnte wohl mit Paire mitfühlen. Während des Wutanfalls gab der Zypriote dem durchdrehenden Franzosen ein aufmunterndes Handshake und klopfte ihm beruhigend auf den Kopf. Ironisch an dieser Szene: Baghdatis erlebte selbst während eines Tennisspiels einen solchen Nervenzusammenbruch. 2012 an den Australian Open zerstörte er im Spiel gegen Stan Wawrinka gleich vier Schläger hintereinander.

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