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Ein 19-Jähriger, der alle beeindruckt

Borna Coric fordert im Final von Chennai Stan Wawrinka heraus. Experten trauen ihm zu, dereinst der dominierende Spieler auf der Tennistour zu werden.

Die bislang grösste Stunde seiner Karriere: Borna Coric besiegt 2014 in Basel sein Idol Rafael Nadal. Foto: Urs Jaudas.
Die bislang grösste Stunde seiner Karriere: Borna Coric besiegt 2014 in Basel sein Idol Rafael Nadal. Foto: Urs Jaudas.

Mit seinen 19 Jahren – am 14. November feierte er Geburtstag – ist Borna Coric der jüngste Spieler in den Top 50 des ATP-Rankings. Und der 1,85 m grosse Kroate hat in bereits Siege über Andy Murray und Rafael Nadal vorzuweisen.

Das Magazin «Forbes» kürte Coric kürzlich zu einem der 30 einflussreichsten Sportler unter 30 Jahren. Der Liste gehören unter anderem auch der argentinische Fussballer Sergio Agüero und dem US-Golfprofi Jordan Spieth an.

Auf Corics Arm ist ein für ihn bezeichnender Spruch tätowiert: «There is nothing worse in life than being ordinary.» Zu Deutsch: Es gibt nichts Schlimmeres im Leben als gewöhnlich zu sein. Gewöhnlich ist der junge Mann sicher nicht, und wenn es nach seinem Landsmann Goran Ivansisevic geht, ist er sogar ganz besonders. «Borna hat definitiv das Zeug, um einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen», so der Wimbledonsieger von 2001.

Ivanisevic glaubt, dass Coric einem Kreis von fünf, sechs Spielern angehört, die in der kommenden Dekade das Tennis dominieren werden. Wie selbstbewusst der Hochgelobte ist, zeigt sein Sieg gegen Nadal an den Swiss Indoors in Basel 2014: Der Spanier war immer Corics Idol, falschen Respekt zeigte der damals 17-Jährige dennoch nicht.

Nadal und danach im Februar 2015 in Dubai auch Murray zu schlagen, sei für ihn sehr wichtig gewesen, betont Coric. «Die Siege gaben mir Vertrauen darin, dass ich auch gegen diese Grossen mithalten kann. Seither bin ich noch überzeugter, dass ich es unter die Top 10 schaffe. Um die Nummer 1 zu werden, muss ich sicher sehr hart arbeiten, aber die Nummer 1 ist nun einmal mein Ziel.»

Corics Mentor Ivanisevic verglich seinen Schützling gegenüber dem TV-Sender CNN mit einem Pitbull: «Wenn ein Pitbull zubeisst, lässt er nicht mehr los.»

Apropos zubeissen: Zu den Helden des kroatischen Tennistalents gehört der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Mike Tyson, der einst seinem Rivalen Evander Holyfield einen Teil des Ohrs abbiss. Zu Corics Trainingsprogramm gehört deshalb auch Boxen.

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