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Eine brisante Tennis-Liste mit 41 Namen

Eine schwedische Zeitung verbreitete schon 2011 die Namen verdächtiger Spieler. Darunter ist auch eine Schweizerin.

Stand auf der «Warnliste»: Die Schweizerin Romina Oprandi.
Stand auf der «Warnliste»: Die Schweizerin Romina Oprandi.

Es ist einige Zeit her, aber nach den neusten Wettbetrugsverdächtigungen im Tennis erhält die Aufzählung neue Bedeutung. Vor vier Jahren publizierte die schwedische Tageszeitung «Svenska Dagbladet» eine zweigeteilte Liste mit den Namen 41 verdächtiger Tennisprofis. Im ersten Teil waren die Spieler und Spielerinnen zu finden, die sich mit eigenartigen Leistungen verdächtig gemacht hatten – darunter eine Reihe bekannter Namen: Viktoria Asarenka, mittlerweile zweifache Grand-Slam-Siegerin und frühere Nummer 1; Agnieszka Radwanska, die aktuelle Weltnummer 4; Nikolai Dawidenko, dessen Fall medial schon ausgebreitet worden ist; Janko Tipsarevic, einst die Nummer 8 der Welt, mittlerweile aber auf Position 413 abgerutscht; oder Andreas Seppi, zu seinen besten Zeiten die Nummer 18.

Es taucht auch Romina Oprandi auf, die in Bern aufgewachsene Doppelbürgerin (Schweiz/Italien) – allerdings im zweiten Teil der Aufstellung, gemäss «Svenska Dagbladet» die «Warnliste». In diesem Bereich befanden sich auch die Namen von Ivo Karlovic, Viktor Troicki und vor allem: von Marin Cilic, dem US-Open-Sieger von 2014. Sowie von Flavia Pennetta, Siegerin beim US Open im vergangenen Jahr.

Gemäss den Behauptungen von BBC befinden sich unter den jüngst ausgemachten 16 Spielern auch ein Grand-Slam-Sieger oder eine Grand-Slam-Siegerin. Zum «Blick» sagte Oprandi einst, sie habe die Offerten zur Manipulation «mehrerer Spiele» via Facebook erhalten, «aber ich habe das sofort der TIU gemeldet und bin nicht darauf eingegangen».

Die TIU (Tennis Integrity Unit) geht seit 2008 Fällen nach, in denen verdächtige Leistungen mit unüblichen Wetteinsätzen korrelieren. Sie hat bislang fünf mehrheitlich unbekannte Spieler lebenslang gesperrt, dazu auch einen Funktionär. Die Spieler, die auf der Liste des «Svenska Dagbladet» auftauchten, wurden bisher nicht belangt. Es gilt für sie die Unschuldsvermutung. (ukä.)

Die «Schwarze Liste» von 2011

Philipp Kohlschreiber, Potito Starace, Andreas Seppi, Fabio Fognini, Janko Tipsarevic, Michael Llodra, Nikolai Dawidenko, Teimuras Gabaschwili, Victor Crivoi, Christophe Rochus, Oscar Hernandez, Jewgeni Koroljow, Filippo Volandri, Wayne Odesnik, Victoria Asarenka, Agnieszka Radwanska, Francesca Schiavone, Sara Errani, Maria Kirilenko, Katerina Bondarenko.

Die «Warnungsliste» von 2011

Brian Dabul, Eduardo Schwank, Jeremy Chardy, Simone Bolelli, Lukasz Kubot, Carlos Berlocq, Igor Kunizyn, Andrei Golubew, Alex Bogomolov, Somdev Devvarman, Steve Darcis, Marin Cilic, Flavio Cipolla, Ivo Karlovic, Viktor Troicki, Flavia Pennetta, Roberta Vinci, Virginie Razzano, Romina Oprandi, Dominika Cibulkova, Eleni Daniilidou.

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