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Eine miserable Vorstellung in Kasachstan

Das Schweizer Davis-Cup-Team ist ohne Roger Federer auf schnellstmöglichem Weg aus der Weltgruppe abgestiegen.

Yves Allegro (l.) und Stanislas Wawrinka sind nach dem verlorenen Doppel enttäuscht. Die Kasachen liegen mit 3:0 uneinholbar vorn.
Yves Allegro (l.) und Stanislas Wawrinka sind nach dem verlorenen Doppel enttäuscht. Die Kasachen liegen mit 3:0 uneinholbar vorn.
Keystone
Wawrinka und vor allem Allegro läuft es in Astana überhaupt nicht nach Wunsch.
Wawrinka und vor allem Allegro läuft es in Astana überhaupt nicht nach Wunsch.
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Im Gegensatz zu den Einheimischen: Die Kasachischen Spieler lassen sich auf ihrer Ehrendrunde lautstark feiern. Sie haben den Klassenerhalt geschafft – im Gegensatz zu den Schweizern.
Im Gegensatz zu den Einheimischen: Die Kasachischen Spieler lassen sich auf ihrer Ehrendrunde lautstark feiern. Sie haben den Klassenerhalt geschafft – im Gegensatz zu den Schweizern.
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Die Mannschaft von Captain Severin Lüthi verlor in den Playoffs auswärts in Kasachstan nach den beiden ersten Einzeln am Freitag auch das Doppel. Stanislas Wawrinka und Yves Allegro unterlagen im nationalen Tennis Center in Astana Juri Schukin und Andrej Golubew in 108 Minuten 4:6, 3:6, 3:6.

Vor allem der Doppelspezialist Allegro kam überhaupt nicht auf Touren. Der Walliser, der insgesamt acht Doppelfehler produzierte, musste sich in seinen ersten vier Aufschlagspielen breaken lassen, weswegen die Durchgänge 1 und 2 an die keineswegs überragend aufspielenden Kasachen gingen.

Der zweite Abstieg seit 1993

Auch im dritten Satz brachte ein Aufschlagsspiel Allegros die Vorentscheidung. Mit einem Schlag auf die Linie verwertete Golubew einen Breakball zur 3:1-Führung. Dass sich die Schweizer bei diesem Entscheid und auch später benachteiligt fühlten und sich beim Schiedsrichter beklagten, passte ins Bild dieser völlig verunglückten Reise nach Zentralasien.

Für die Schweizer, die erstmals seit 1998 gänzlich auf die Hilfe von Roger Federer verzichten mussten, ist es der zweite Abstieg seit 1993. Vor drei Jahren war man - trotz Federer - in den Playoffs Tschechien unterlegen und vorübergehend in die Europa/Afrika Zone verbannt worden. Nach der erneuten Relegation dürfte der von Swiss Tennis gehegte Traum, einmal in absehbarer Zeit den Davis Cup zu gewinnen, in weite Ferne gerückt sein.

si/sam

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