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«Einfacher, als ich erwartet hatte»

Roger Federer hat seine muskulären Probleme überwunden und geht gestärkt ins heutige Achtelfinal-Duell mit Richard Gasquet. Für Stanislas Wawrinka wird es am Abend ganz schwierig: Er muss sich Novak Djokovic stellen.

Heute Nachmittag wieder im Einsatz: Roger Federer.
Heute Nachmittag wieder im Einsatz: Roger Federer.
Keystone

Roger Federer gewann die erste Partie der Mittwoch-Night-Session auf dem Centre Court gegen den Weltranglisten-Achtzehnten Jo-Wilfried Tsonga 6:4, 6:2 und trifft heute in den Achtelfinals auf dessen französischen Landsmann Richard Gasquet (ATP 16). Gegen Tsonga, den er zuletzt Anfang Jahr in Doha klar besiegt hatte, schaffte Federer bereits früh das erste Break und verteidigte dieses in der Folge ohne grössere Probleme. Die zwei Gelegenheiten des Franzosen zum Re-Break wehrte Federer mit zwei Aufschlagwinnern souverän ab. Ein solcher sicherte ihm nach 43 Minuten auch den Gewinn des ersten Durchganges.

In der Folge hatte Federer seine beste Phase. Dank teils herrlichen Gewinnschlägen führte der Schweizer im zweiten Satz schnell 4:0 und hatte sogar zwei Gelegenheiten zum 5:0. Danach wurde er etwas nachlässig. Die Weltnummer 3 behielt aber bei eigenem Aufschlag seine reine Weste, obwohl sich Tsonga fünf weitere Gelegenheiten zu einem Servicedurchbruch boten. Nach 83 Minuten verwertete Federer, der im letzten Jahr in Rom in der 2. Runde überraschend an Ernests Gulbis gescheitert war, seinen zweiten Matchball zum Sieg.

«Es ging einfacher, als ich erwartet hatte», sagte Federer nach dem vierten Sieg im fünften Spiel gegen Tsonga. Nach den muskulären Problemen der letzte Tage fühlte sich der Schweizer körperlich wieder besser. Mit seiner Spielweise zeigte sich Federer rundum zufrieden. Nicht ganz glücklich war der 16-fache Major-Gewinner, der in Rom bisher zweimal den Final erreicht hatte, über die späte Ansetzung der Partie, da er sich auf Sand nicht gewohnt ist, am Abend unter Flutlicht zu spielen. Er sei froh, gegen Gasquet wieder bei normalen Verhältnissen am Nachmittag anzutreten. Gasquet, gegen den Federer die letzten acht von insgesamt neun Duellen gewann, gab im bisherigen Turnierverlauf erst acht Games ab.

Hochs und Tiefs bei Wawrinka vor Duell mit Djokovic

Bei Stanislas Wawrinka wechselten sich auch beim 6:1, 3:6, 6:2 über Filippo Volandri Hochs und Tiefs ab. Im Gegensatz zur Erstrundenpartie gegen Fabio Fognini fand er gegen die Nummer 79 der Welt allerdings gleich von Beginn an den Rhythmus und beherrschte im ersten Satz das Geschehen von der Grundlinie nach Belieben. Wawrinka schlug deutlich mehr Winner als sein Gegenüber (12:1) und gewann den ersten Durchgang nach einer guten halben Stunde souverän.

Danach folgte aber der Bruch, den Wawrinka unter anderem mit auftretenden Schmerzen in der Schulter begründete. Vor allem bei eigenem Aufschlag bekundete der Romand Mühe. Im zweiten Durchgang liess er sich dreimal den Service abnehmen. «Während ich schwächelte, hat er mehr Druck gemacht, worauf ich zeitweise keine Antwort fand», so der Schweizer. Auch im dritten Satz hielt Volandri lange mit. Erst nachdem der Italiener beim Stand von 2:4 eine Chance zum erneuten Rebreak verpasst hatte, konnte sich Wawrinka seines Sieges sicher sein.

«Wawrinka ist ein zäher Gegner»

Eine deutlich schwierigere Aufgabe wartet auf den Lausanner in den Achtelfinals gegen den Weltranglistenzweiten Djokovic. Der Serbe hatte mit dem polnischen Qualifikanten Lukasz Kubot kein Erbarmen und siegte in 67 Minuten 6:0, 6:3. Für Djokovic, der 2011 noch ungeschlagen ist, war es der 35. Sieg in Serie. Damit stiess er in der ewigen Bestenliste zu den auf Platz 6 liegenden Roger Federer und Thomas Muster auf. Federer hatte 2005 ebenfalls 35 Spiele in Serie gewonnen.

«Für mich ist diese Partie ein guter Test und eine Standortbestimmung. Dann werde ich sehen, was mir noch fehlt», sagte Wawrinka, der im Direktvergleich mit dem Serben 2:8 zurückliegt. Er müsse gut aufschlagen und sehr aggressiv spielen, um eine Chance zu haben. Bei ihrem bisher einzigen Aufeinandertreffen in Rom 2008 behielt Djokovic im Final in drei Sätzen die Oberhand. An jene Partie mochte sich auch der Serbe erinnern: «Wawrinka ist ein zäher Gegner. Er mag die Bedingungen und die Plätze hier und verfügt über viel Erfahrung.»

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