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«Es könnte das wichtigste Spiel der Geschichte werden»

Tennisexperten sehen Federers Erfahrung als Schlüssel zum Sieg – und hoffen auf einen Final gegen Nadal.

So spektakulär kann Tennis sein: Federer und Wawrinka boten Höchstspannung über fünf Sätze.

Federer, der 35-Jährige, steht wieder in einem Grand-Slam-Final. Und das nach einem epischen 5-Satz-Krimi gegen seinen Landsmann Stan Wawrinka. Die Experten sind sich einig: Er hatte gegenüber Wawrinka einen grossen Vorteil (hier gehts zum Liveticker).

Boris Becker, zweifacher Australian-Open-Sieger, verfolgt das Turnier als Experte bei Eurosport. Für ihn war es am Schluss eine Frage der Erfahrung und der Nerven: «Ich war mir bei Stan nicht sicher, was seine Strategie war. Er war zu Beginn des 5. Satzes der stärkere Spieler, doch er hatte nicht die Nervenstärke von Roger. Er hat den Match mit seiner ganzen Erfahrung nach Hause gebracht.»

Die Parallele zu Williams

Auch für den 7-fachen Grand-Slam-Sieger Mats Wilander war die Erfahrung ein wichtiger Faktor: «Ich glaube wirklich, dass Federer diese Spiele gewinnt, weil er einfach schon so viele Spiele gewonnen hat. Er hat sich schon für so viele Finals qualifiziert, dass er in solchen Situationen einfach über die Erfahrung verfügt.» Er sieht auch Parallelen zum Frauenturnier: «Warum gewinnen Federer und Williams diese Spiele? Weil ihre Intensität höher ist.»

Der Australier Pat Cash, Wimbledon-Sieger von 1987, fand auch Worte für den Verlierer:

Andy Roddick, US-Open-Sieger von 2003, blickte bei Eurosport schon voraus auf einen möglichen Final gegen Rafael Nadal: «Ich denke, dass wir alle das sehen wollen. Es könnte der wichtigste Match der Geschichte werden. Und das sage ich nicht einfach so.» Wenn Nadal gewinnt, steht er bei 15 Grand-Slam-Titeln. Dann sei das Feld wieder offen. «Wenn aber Federer gewinnt, hat er 18, dann denke ich, ist der Abstand zu gross, dass Nadal ihn noch einholen könnte.» In diesem Kontext würde ein solcher Final darüber entscheiden, wie die Geschichte des Tennis weitererzählt wird. «Die Wichtigkeit ist enorm.» Christopher Clarey, Tennis-Journalist der «New York Times», möchte darum auch eine Frage ein für alle Mal geklärt haben:

Bildstrecke – der Schweizer Tennis-Krimi von Melbourne:

1. SatzDas 7. Schweizer Grand-Slam-Duell ist von Beginn weg ein enges Spiel. Beide müssen Breakchancen abwehren, bringen aber ihre Aufschlagspiele durch.
1. SatzDas 7. Schweizer Grand-Slam-Duell ist von Beginn weg ein enges Spiel. Beide müssen Breakchancen abwehren, bringen aber ihre Aufschlagspiele durch.
AFP
2. SatzAuch zu Beginn des zweiten Durchgangs bleiben beide Schweizer bei ihren Aufschlägen unangetastet.
2. SatzAuch zu Beginn des zweiten Durchgangs bleiben beide Schweizer bei ihren Aufschlägen unangetastet.
AFP
Danach behält der 'Maestro' die Nerven – mit 7:5, 6:3, 1:6, 4:6 und 6:3 entscheidet Federer das Schweizer Duell für sich und steht nun in seinem 28. Grand-Slam-Final. Dort wartet er auf den Sieger der Partie Nadal-Dimitrov.
Danach behält der 'Maestro' die Nerven – mit 7:5, 6:3, 1:6, 4:6 und 6:3 entscheidet Federer das Schweizer Duell für sich und steht nun in seinem 28. Grand-Slam-Final. Dort wartet er auf den Sieger der Partie Nadal-Dimitrov.
Reuters
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