Zum Hauptinhalt springen

Federers Grand-Slam-Rekord in Gefahr?

Gustavo Kuerten traut Rafael Nadal noch eine ganze Menge Grand-Slam-Siege zu – womit der Spanier die Major-Bestmarke Federers knacken würde.

Einzigartig: Rafael Nadal schafft es als erster Spieler der Tennisneuzeit, ein Turnier zehnmal zu gewinnen.
Einzigartig: Rafael Nadal schafft es als erster Spieler der Tennisneuzeit, ein Turnier zehnmal zu gewinnen.
AFP
Nummer 1: Rafael Nadal besiegt im Endspiel den Argentinier Mariano Puerta in vier Sätzen. (5. Juni 2005)
Nummer 1: Rafael Nadal besiegt im Endspiel den Argentinier Mariano Puerta in vier Sätzen. (5. Juni 2005)
Keystone
Nummer 10: Gegen Stan Wawrinka ist Nadal haushoch überlegen und gewinnt, ohne einen Satz abzugeben. Er kommt makellos durch das Turnier. (11. Juni 2017)
Nummer 10: Gegen Stan Wawrinka ist Nadal haushoch überlegen und gewinnt, ohne einen Satz abzugeben. Er kommt makellos durch das Turnier. (11. Juni 2017)
Keystone
1 / 12

18 Major-Titel gewann Roger Federer in seiner Karriere bislang, 15 sind es nun für Rafael Nadal, nachdem er Stan Wawrinka mit 6:2, 6:3, 6:1 vom Platz gefegt hat. Ein komfortabler Vorsprung für den Schweizer, könnte man meinen. Der dreifache French-Open-Champion Gustavo Kuerten aber widerspricht. Nadals zehnter Roland-Garros-Titel müsse noch lange nicht das Ende sein.

«Titel Nummer 10 wird ihn nicht stoppen. Ich glaube sogar, dass Rafael hier bis zu 15-mal gewinnen kann», sagte Kuerten gegenüber dem TV-Sender Eurosport. Oder anders ausgedrückt: Der 31-jährige Nadal würde bei 15 French-Open-Titeln in der Endabrechnung auf 20 Grand-Slam-Triumphe kommen. Federer, der im August 36 Jahre alt wird, müsste dann auch noch zwei Majors gewinnen, um die – geteilte – Nummer 1 in dieser Statistik zu bleiben.

Kuerten hält Nadal auf dem Pariser Sandplatz, wo der Favorit 97,5 Prozent seiner Partien gewann, für eine Art Ausserirdischen. «Ich frage mich immer, wo er sein Raumschiff geparkt hat», scherzt der frühere Publikumsliebling.

Nadal liess am diesjährigen Turnier keinem Spieler eine Chance und gewann alle Partien ohne Satzverlust. Er hat in zwölf Anläufen nun zehnmal den Titel gewonnen und insgesamt erst zwei Spiele im Stade Roland Garros verloren, 2009 und 2015 - letztes Jahr musste er verletzt aufgeben.

Der zehnte Titel in Paris ist Nadals erster seit 2014, auch damals am French Open. Ein anderes Grand-Slam-Turnier gewann er zuletzt 2013 an den US Open. Der wiedererstarkte Spanier ist dieses Jahr aber blendend in Form, an den Australian Open musste er sich erst im Final seinem Rivalen Roger Federer geschlagen geben. Wenn am 3. Juli der nächste grosse Titel in Wimbledon vergeben wird, gehören die beiden Rekordmänner des Tennis deshalb zu den Favoriten.

Bildstrecke: Die bisherigen Pariser Finals mit Schweizer Beteiligung

Kein Happy End nach einem grossen Turnier: Gerade einmal 16 Jahre alt ist Martina Hingis, als sie in Roland Garros erstmals ins Endspiel stürmt. Unter anderem besiegt die topgesetzte Ostschweizerin Arantxa Sanchez Vicario und Monica Seles. Iva Majoli ist jedoch überraschend zu stark, Hingis verliert 4:6, 2:6. (7. Juni 1997)
Kein Happy End nach einem grossen Turnier: Gerade einmal 16 Jahre alt ist Martina Hingis, als sie in Roland Garros erstmals ins Endspiel stürmt. Unter anderem besiegt die topgesetzte Ostschweizerin Arantxa Sanchez Vicario und Monica Seles. Iva Majoli ist jedoch überraschend zu stark, Hingis verliert 4:6, 2:6. (7. Juni 1997)
Keystone
Pfiffe und bittere Tränen: Martina Hingis führt gegen Steffi Graf 6:4, 2:0, verliert dann aber den Faden und die Fassung. Sie legt sich mit der Schiedsrichterin an, erntet gellende Pfiffe der Zuschauer. Schliesslich verliert die damals 18-Jährige 6:4, 5:7, 2:6 und heult hemmungslos in den Armen ihrer Mutter Melanie Molitor. Sie erwägt sogar, die Siegerehrung zu boykottieren. (5. Juni 1999)
Pfiffe und bittere Tränen: Martina Hingis führt gegen Steffi Graf 6:4, 2:0, verliert dann aber den Faden und die Fassung. Sie legt sich mit der Schiedsrichterin an, erntet gellende Pfiffe der Zuschauer. Schliesslich verliert die damals 18-Jährige 6:4, 5:7, 2:6 und heult hemmungslos in den Armen ihrer Mutter Melanie Molitor. Sie erwägt sogar, die Siegerehrung zu boykottieren. (5. Juni 1999)
Keystone
Sternstunde als 30-Jähriger: Stan Wawrinka schlägt Novak Djokovic nach einer grandiosen Leistung 4:6, 6:4, 6:3, 6:4. «Das war die Partie meines Lebens. Ich zittere immer noch», sagt er später. Für Djokovic ist es nach vier Monaten und 28 Siegen in Serie die erste Niederlage. (7. Juni 2015)
Sternstunde als 30-Jähriger: Stan Wawrinka schlägt Novak Djokovic nach einer grandiosen Leistung 4:6, 6:4, 6:3, 6:4. «Das war die Partie meines Lebens. Ich zittere immer noch», sagt er später. Für Djokovic ist es nach vier Monaten und 28 Siegen in Serie die erste Niederlage. (7. Juni 2015)
Keystone
1 / 8

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch