Federer eröffnet die Jagd auf Titel 101

Der fünffache Indian-Wells-Champion schlägt zum Auftakt in Kalifornien den Deutschen Gojowczyk sicher.

Souverän: Roger Federer übersteht Runde 2.

Souverän: Roger Federer übersteht Runde 2. Bild: Mark J. Terrill/Keystone

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Erstmals konnte Roger Federer gestern als 100-facher Turniersieger angekündigt werden. Und schon beim ersten Einsatz zeigte er, dass er dadurch nichts von seinem Siegeshunger eingebüsst hat. Bei ungewohnt tiefen Temperaturen von 17 Grad schlug er im Tennis Garden in Indian Wells den Deutschen Peter Gojowczyk (ATP 85) nach 78 Minuten 6:1, 7:5.

Federer gewann den ersten Satz in nur 24 Minuten, kam dann aber unter Druck, weil sein erster Aufschlag nicht mehr gut funtionierte. Er fiel 1:3 zurück und musste vier Breakbälle zum 3:5 abwehren. Seine Kinder hatten inzwischen oben in der Loge von Turnierdirektor Tommy Haas das Interesse am Arbeitseinsatz ihres Vaters verloren und sich zum Spielen zurückgezogen.

Dieser überstand die heikle Phase, breakte zum 6:5 und beendete die Partie mühelos. «Das war ein harter zweiter Satz, zum Glück konnte ich ein Tiebreak vermeiden», kommentierte Federer. Er hatte damit seinen Teil dazu geleistet, damit es in Kalifornien am Dienstag zum 25. ­Duell gegen Stan Wawrinka kommen konnte. Der Lausanner musste dazu später (nach Redaktionsschluss) den Ungarn Marton Fucsovics schlagen. Erst nach der Partie fand Federer heraus, dass auch Pete Sampras im Stadion war, sein früheres Vorbild.

Bencic: Keine Zeit zu feiern

Bereits am Samstag hatte Belinda Bencic (WTA 23) ihre Startpartie gewonnen und beim 9. Sieg in Serie (zusammen mit dem Fed-Cup in Biel gegen Italien) ihre gute Form bestätigt. Sie musste beim 6:4, 6:1 gegen die unkonventionell spielende Belgierin Alison Van Uytvanck (WTA 51) anfänglich harten Widerstand brechen. Zweimal büsste sie einen Breakvorsprung gleich wieder ein, zum 1:1 und zum 4:4. Dann fand Bencic zu ihrem Spiel und zur Präzision, schlug besser auf und war die dominierende Spielerin. Sie verlor noch ein Game und siegte in 73 Minuten.

Die beste Schweizerin steht damit in der 3. Runde, wo sie in der Nacht auf morgen auf die 24-jährige Russin Jekaterina Alexandrowa (WTA 59) trifft, die Caroline Wozniacki 7:5, 2:6, 7:5 niederrang. Auf die Frage, wie sie am Sonntag ihren 22. Geburtstag feiere, reagierte Bencic etwas überrascht: «Ach ja... den hätte ich fast vergessen. Wahrscheinlich werde ich viel Kuchen essen.» Gross feiern könne sie aber inmitten des Turniers nicht. In der Nacht auf heute stand auch Stefanie Vögele im Einsatz, gegen die ungesetzte 18-jährige Kanadierin Bianca Andreescu (WTA 60). Wie Bencic feierte auch die Aargauerin gestern ihren Geburtstag, den 29.

Überraschende Outs

Für die grösste Überraschung des Samstags war Venus Williams verantwortlich. Die 38-jährige Amerikanerin schlug mit Petra Kvitova die Weltranglistendritte 4:6, 7:5, 6:4. Bei den Männern überstand Acapulco-Sieger Nick Kyrgios seine Startpartie gegen Philipp Kohlschreiber ebenso wenig wie Stefanos Tsitsipas (scheiterte am Kanadier Felix ­Auger-Aliassime gleich 4:6, 2:6) und Borna Coric, der Ivo Karlovic gratulieren musste.

Erstellt: 10.03.2019, 23:39 Uhr

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