Tsitsipas bestraft einen verkrampften Federer

Roger Federer unterliegt im Halbfinal der ATP-Finale Stefanos Tsitsipas 3:6, 4:6. Damit ist die Saison des Schweizers beendet.

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Zum dritten Mal hintereinander scheitert Roger Federer am ATP-Finale in London in der Vorschlussrunde. Diesmal unterliegt er Stefanos Tsitsipas 3:6, 4:6, weil er bei weitem nicht das Niveau aus dem Spiel gegen Novak Djokovic erreicht.

«Ich bin so stolz auf mich. Wahrscheinlich war das eines meiner besten Spiele in dieser Saison. Ich habe immer davon geträumt, eines Tages gegen Roger Federer spielen zu dürfen. Ein Traum ist wahr geworden», sagte Tsitsipas nach dem zweiten Sieg im vierten Vergleich mit Federer.

Federer versäumte es zu Beginn, sich Vorteile zu verschaffen. Gleich im ersten Game kam er zu einem Breakball, traf aber die Vorhand nach einem zweiten Aufschlag des Griechen unsauber. Überhaupt blieb ihm das Break versagt, weil ihm auf seiner vermeintlichen Schokoladenseite vier leichte Fehler unterliefen.

Im ersten Aufschlaggame lief es noch schlechter: Federer verschlug zwei Smashes, einen Schlag, den er gewöhnlich traumwandlerisch sicher ausführt, und präsentierte so Tsitsipas die Möglichkeit zum Servicedurchbruch. Dieser packte zu. Und schon befand sich der Schweizer in Rücklage.

Vergeblicher Kraftakt

Bei 2:4 bekam Federer drei Möglichkeiten, den frühen Aufschlagverlust zu kompensieren, doch das gelang ihm nicht. Die Begegnung erinnerte nun an jene am Australian Open, als Federer alle zwölf Breakmöglichkeiten ausgelassen und in vier Sätzen verloren hatte.

Der Baselbieter wehrte sich in der Folge verbissen gegen den Verlust des ersten Durchgangs, doch mit dem siebten Satzball machte sein Widersacher alles klar. Der Schweizer hatte zwar zwar für einige Höhepunkte gesorgt, aber zu inkonstant agiert.

Ein Break war zu wenig

Im zweiten Satz zog Federer ein miserables Game ein, wodurch er seinen Aufschlag zu null abgab. Bei 3:6, 1:2 stand er mit dem Rücken zur Wand. Doch er glich umgehend aus, wobei er seinen insgesamt zehnten Breakball nutzte. Laute «Roger, Roger»-Rufe hallten nun durch die voll besetzte O2-Arena.

Doch Vorhand und Aufschlag funktionierten an diesem Samstag einfach nicht, Federer wirkte verkrampft und liess sich erneut breaken. Bei 4:5 erarbeitete er sich zwei Möglichkeiten auszugleichen, doch es sollte einfach nicht sein. Es war ähnlich wie in Melbourne: Federer nutzte seine Chancen nicht und wurde von Tsitsipas bestraft.

«Es ist schade und frustrierend, zumal ich meine Chancen hatte», musste Federer am Ende zugeben.

(Mit Material der DPA.)


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Erstellt: 16.11.2019, 15:24 Uhr

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