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«Federer ist immer noch grösser als ich»

Rafael Nadal übt sich vor dem heutigen Masters-Final gegen Novak Djokovic einmal mehr in Bescheidenheit.

Nummer 1, aber nur Aussenseiter im Final: Rafael Nadal stellt sein Licht gern unter den Scheffel.
Nummer 1, aber nur Aussenseiter im Final: Rafael Nadal stellt sein Licht gern unter den Scheffel.
Keystone

Zwei Dinge sind besonders typisch für Rafael Nadal: seine extrem überrissene Vorhand und sein zur Schau getragenes Understatement. Ein Beispiel für Letzteres lieferte der Spanier am Sonntag nach seinem Halbfinalsieg über Roger Federer an den ATP World Tour Finals in London. Er gehöre nicht zu den Männern, die man in Erwägung ziehen müsse, wenn man den grössten Tennisspieler der Geschichte benennen wolle. Federer sei noch immer grösser als er und höchstens Rod Laver könne mit dem Baselbieter verglichen werden.

«Ich denke, es ist 100 Prozent fair, dass die Leute sagen, Federer sei der Beste aller Zeiten. Es wird jedem Spieler schwerfallen, seine Rekorde zu verbessern», sagte Nadal, der gegen den Schweizer in 32 Partien zu 22 Siegen kam. Federers Erfolge reduzierten sich nicht allein auf die 17 Major-Titel, betonte Nadal. «Roger hat auch ausserhalb der Grand-Slam-Turniere eine unglaubliche Bilanz vorzuweisen.» Rod Laver habe er leider nie spielen sehen, so der Spanier, der mit 27 schon 13 Grand-Slam-Kronen sein Eigen nennen kann.

«Wenn ich nicht mein bestes Tennis spiele, habe ich keine Chance»

Gegen seinen heutigen Finalgegner in der Londoner O2-Arena, den Serben Novak Djokovic, weist Nadal eine Bilanz von 22:16 Siegen auf. In diesem Jahr gewann er drei der fünf Duelle, darunter das US-Open-Endspiel. Djokovic tritt mit der Empfehlung einer Serie von 21 Partien ohne Niederlage an und wird von den Wettanbietern favorisiert. 1,57:1 beträgt seine Quote, 2,35:1 jene von Nadal. Die Masters-Historie spricht ganz klar für Djokovic: Er sicherte sich den Titel beim Saisonfinale der besten acht bereits 2008 und 2012, sein Kontrahent konnte die Trophäe noch nie in die Höhe stemmen.

«Wenn ich nicht mein bestes Tennis spiele, habe ich keine Chance», gab Nadal mit Blick auf das 39. Duell mit seinem mittelfristig einzigen echten Herausforderer im Kampf um Platz 1 in der Weltrangliste zu Protokoll. Er müsse aggressiver spielen als bei seinen bisherigen Auftritten in London, so der Mallorquiner. «Nach dem US-Open-Final habe ich keinen Match mehr verloren. Ich versuche, daraus positive Energie und Selbstvertrauen zu ziehen», erklärte Djokovic, der sich von der hervorragenden Bilanz der letzten Monate aber nicht blenden lassen will. «Niemand ist unbesiegbar», betonte er.

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