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«Federer liefert Returnwerte wie Djokovic»

Tennis-Taktiker Craig O’Shannessy analysiert messerscharf. Wie also schlägt Federer Wawrinka? Oder umgekehrt?

Virtuose am Werk: Roger Federer kann im Spiel gegen Stan Wawrinka auf ein ganzes Arsenal an starken Schlägen zählen.
Virtuose am Werk: Roger Federer kann im Spiel gegen Stan Wawrinka auf ein ganzes Arsenal an starken Schlägen zählen.
Reuters

Nachdem er die bisherigen Auftritte der beiden Schweizer in New York unter die Lupe genommen hat, sagt Craig O’Shannessy als Erstes: «Stan Wawrinka ist in grossen Schwierigkeiten.» Der Australier ist Tenniscoach und gilt als führender Strategieanalytiker in der Branche; er arbeitet für die ATP und die WTA. Während des US Open schreibt er Blogs für die «New York Times». Seine Hauptaussage begründet er so: «Roger Federer serviert wie immer hervorragend, und derzeit ist er als Rückschläger so gut wie noch nie. Federer liefert am US Open Returnwerte wie Novak Djokovic.» O’Shannessy belegt seine These mit Zahlen: Federer hat bisher gegen den ersten Aufschlag der Gegner 38 Prozent der Punkte gewonnen (Djokovic 35 Prozent), obwohl er gegen John Isner antreten musste. Und er holt sich genau wie der Serbe 35 Prozent der Returngames. Selbst an der Grundlinie ist der Baselbieter gleich erfolgreich wie die Nummer 1: 55 Prozent gewonnene Punkte. Da kann Wawrinka (50 Prozent) nicht mithalten, und auch sonst steht der Waadtländer statistisch fast in allen Kategorien schlechter da als sein Landsmann, obwohl er gegen schwächer eingestufte Gegner antreten musste.

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