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Federer scheitert nach Matchbällen und 65 unerzwungenen Fehlern

Roger Federer hat am US Open den Traumfinal gegen Rafael Nadal verpasst. Er unterlag im Halbfinal dem Serben Novak Djokovic nach zwei vergebenen Matchbällen 7:5, 1:6, 7:5, 2:6, 5:7.

Grösse in der Niederlage: Federer gratuliert Djokovic sportlich fair zum Finaleinzug.
Grösse in der Niederlage: Federer gratuliert Djokovic sportlich fair zum Finaleinzug.
Keystone

Statt gegen Rafael Nadal um seinen 17. Major-Titel kämpfen zu können, muss Federer seine früheste New-York-Niederlage seit 2003 verkraften, eine goldene Serie mit sechs Finals und fünf Titeln geht damit zu Ende.

In der Schlussphase machte die Vorhand den Unterschied: Djokovic wehrte beide Matchbälle mit Vorhand-Winnern ab, Federer kassierte im nächsten Game das vorentscheidende Break, weil sein Paradeschlag dreimal nicht funktionierte. Im letzten Game führte er dann noch einmal 30:0, beging aber erneut mehrere Vorhandfehler, auch beim Matchball, seinem insgesamt 65. unerzwungenen Fehler.

Service keine Waffe

Der Baselbieter zeigte insgesamt eine sehr durchzogene Leistung: Die beiden Sätze, die er gewann, entschied er dank zu Null erzielten Breaks im elften Game, in den beiden Durchgängen, die er verlor, produzierte er schlicht zu viele Fehler. Zudem war sein Aufschlag deutlich weniger effizient als sonst (12 Asse, 5 Doppelfehler, 53 Prozent erste Aufschläge).

Djokovic hat erstmals seit Melbourne 2008 und nach vier Niederlagen wieder einen Halbfinal erfolgreich gestaltet. Auf einen Schlag krönt er damit ein bisher mediokres Jahr; vor Federer hatte er 2010 noch keinen Top-10-Spieler geschlagen.

Der Serbe verdiente sich seinen dritten Major-Final mit solidem Spiel, starker Laufarbeit, hervorragender Antizipation und viel Mut in den Schlüsselmomenten. Gegen Nadal ist er nun aber Aussenseiter, obwohl er die letzten drei Vergleiche dominiert und ohne Satzverlust gewonnen hat.

Nadal schlägt erneut bärenstark auf

Rafael Nadal konnte sich auch gegen Michail Juschni, den Bezwinger von Stanislas Wawrinka auf einen erstklassigen Service stützen. Sowohl mit dem ersten als auch mit dem zweiten Ball gewann der Spanier mehr als 70 Prozent aller Punkte, in sechs Partien hat er seinen Aufschlag erst zweimal abgegeben. Seinen einzigen Aufschlagverlust zum 4:4 im dritten Satz kompensierte er direkt mit dem Rebreak. Nach 133 Minuten beendete er die Partie passenderweise mit einem Servicewinner.

Nadal hat damit als achter Spieler in der Open-Ära alle vier Major-Finals erreicht. Falls er am Sonntag triumphieren sollte, wäre er der siebte Spieler überhaupt, der den persönlichen Grand Slam komplettiert - nach Fred Perry, Don Budge, Rod Laver, Roy Emerson, Andre Agassi und Federer.

si/ak

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