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Federers totaler Triumph in Stuttgart

Roger Federer gewinnt zum ersten Mal das Rasenturnier in Stuttgart. Der Baselbieter bezwingt im Final Milos Raonic in zwei Sätzen.

Starke Rückkehr: Dem Schweizer Rasen-König gelingt in seiner langen Karriere eine Premiere. (Video: SRF)

Nach elf Wochen Absenz auf der Tour packte der 36-jährige Schweizer zum Ende der Woche in Stuttgart bereits wieder sein bestes Tennis aus und bezwang im Final den Kanadier Milos Raonic 6:4, 7:6 (7:3). Da hatte selbst der äusserst starke Aufschläger Raonic, der nach Verletzungsproblemen auf Platz 35 zurückgefallen ist, trotz einer tollen Leistung das Nachsehen. Ausnahmekönner Roger Federer gewann zum 16. Mal in Serie auf Rasen. «Es ist in dieser Woche perfekt gelaufen», kommentierte der Champion seinen Aufenthalt in Stuttgart.

Zum ersten Mal gelingt es Roger Federer, den Mercedes Cup in Stuttgart zu gewinnen: Er schlägt den Kanadier Milos Raonic in zwei Sätzen 6:4 und 7:6.
Zum ersten Mal gelingt es Roger Federer, den Mercedes Cup in Stuttgart zu gewinnen: Er schlägt den Kanadier Milos Raonic in zwei Sätzen 6:4 und 7:6.
Marijan Murat, Keystone
Das Spiel ist geprägt von sehr kurzen Ballwechseln und schnellen Aufschlägen: Milos Raonic ist alles andere als ein einfacher Gegner.
Das Spiel ist geprägt von sehr kurzen Ballwechseln und schnellen Aufschlägen: Milos Raonic ist alles andere als ein einfacher Gegner.
Marijan Murat, Keystone
Roger Federer merkt man die dreimonatige Pause nicht an: Souverän spielt er im Final von Stuttgart gegen einen starken Milos Raonic.
Roger Federer merkt man die dreimonatige Pause nicht an: Souverän spielt er im Final von Stuttgart gegen einen starken Milos Raonic.
Marijan Murat, Keystone
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Federer stellte die Weichen gleich zu Beginn der Partie auf Sieg. Er nutzte seine erste Breakmöglichkeit, in dem er einen 227 km/h schnellen ersten Aufschlag von Raonic als Winner retournierte. Und dies auf einem Belag, der schnellere Verhältnisse bot, als sie in Wimbledon herrschen werden. Die 2:1-Führung geriet umgehend ins Wanken, weil sich Federer 15:40 ins Hintertreffen manövrierte. Der Schweizer befreite sich nicht mit ersten Aufschlägen, sondern mit teils genial gespielten Bällen aus der misslichen Situation.

Federers Nervenstärke in wichtigen Phasen

In der Folge liessen die beiden Spieler keine Breakbälle mehr zu. Im Tiebreak wurde Federer seinem Ruf gerecht, wonach er bei wichtigen Punkten besser spielt als seine Gegner. Raonic leitete seine Niederlage mit einem Doppelfehler ein. In dieser Situation nützte es dem Kanadier nichts, dass er zuvor 14 Asse und somit deren zehn mehr als Federer geschlagen hatte. Der Schweizer hingegen zeigte in der Endphase keine Schwächen, leistete sich keine unerzwungenen Fehler und spielte bis zum letzten Ball auf höchstem Niveau. Im Direktduell erhöhte er auf 11:3 und lässt Raonic – die ehemalige Nummer 3 wartet seit über zwei Jahren auf einen Titel – weiter auf seinen 9. Triumph warten.

«Das Wichtigste hier in Stuttgart war die Nummer 1», hatte der Champion nach seinem Halbfinalerfolg über Nick Kyrgios, der ihn als harten Aufschläger ideal auf den Final vorbereitet hatte, gesagt. Obschon er sein Hauptziel erreicht hatte, war im Endspiel, das von 120 Sendern auf alle fünf Kontinente ausgestrahlt wurde, kein Nachlassen sichtbar. In Stuttgart, wo seit ein paar Jahren auf Rasen gespielt wird und Federer nun zum dritten Mal in Folge antrat, liess sich der Schweizer erstmals die Trophäe und den Mercedes überreichen.

Unter Zugzwang

Federer feierte in der Hauptstadt von Baden-Württemberg in seinem 148. ATP-Final seinen 98. Titel – den 18. auf Rasen. Der Basler wird am Montag seine 310. Woche als Nummer 1 in Angriff nehmen.

Um diese Zahl weiter nach oben zu schrauben, steht er unter Zugzwang. Er muss kommende Woche in Halle seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen, um einen erneuten Wechsel der Nummer 1 zu Rafael Nadal zu verhindern. Der Spanier und der Schweizer lösen sich an der Spitze regelmässig ab. Federer besteigt zum sechsten Mal den Tennis-Thron – zum dritten Mal in diesem Jahr.

SDA/seb/fal

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