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Federer siegt mit Schmerzen – Djokovic überlegen

Gegen seinen nächsten Gegner geht Roger Federer als haushoher Favorit ins Spiel. Vieles hängt aber von seiner Fitness ab. Novak Djokovic schaffte derweil mit einem lockeren Sieg den Einzug unter die letzten acht.

Das letzte Mal als in London sein Rücken schmerzte, gewann er in der Folge das Turnier: Federer und seine ärztlichen Betreuer.
Das letzte Mal als in London sein Rücken schmerzte, gewann er in der Folge das Turnier: Federer und seine ärztlichen Betreuer.
Keystone

Roger Federer gewann seinen Achtelfinal gegen Xavier Malisse in 2:13 Stunden Spielzeit mit 7:6, 6:1, 4:6, 6:3. Und wie geht es nun weiter? Niemand kann das besser beurteilen als Roger Federer selber, denn «genau diese Art Probleme tauchten schon mehr als einmal auf». Auch in Wimbledon blockierte sich sein Rücken schon: vor neun Jahren, ebenfalls in den Achtelfinals, damals gegen Feliciano Lopez. Federer besiegte Lopez trotzdem in drei Sätzen und gewann sechs Tage später sein erstes Wimbledon-Turnier. In dieser Saison streikte Federers Rücken in der ersten Januarwoche in Doha, wo es ebenso kalt war wie dieser Tage in Wimbledon und Federer stets am Abend antreten musste. In Doha erklärte Federer vor dem Halbfinal gegen Jo-Wilfried Tsonga Forfait. «Aber an diesem Turnier musste ich jeden Tag spielen und alles stand im Zeichen des Australian Open», relativiert Federer diese Aufgabe.

Wenn der Rücken mitspielt, steigt Federer als haushoher Favorit in den Viertelfinal gegen Michail Juschni (ATP 33), der sich mit 6:3, 5:7, 6:4, 6:7, 7:5 in 4:16 Stunden gegen Denis Istomin durchsetzte. Federer führt gegen Juschni in den Direktbegegnungen mit 13:0 Siegen und 29:3 Sätzen. In der jüngeren Vergangenheit gab es auch Duelle auf Rasen: Vor zwei Wochen in Halle gewann Federer gegen Juschni im Halbfinal 6:1, 6:4; vor einem Jahr setzte sich der Schweizer in Wimbledon in den Achtelfinals mit 6:7, 6:3, 6:3, 6:3 durch.

Djokovic siegt locker

Ebenfalls in der Runde der letzten acht steht Titelverteidiger Novak Djokovic. Der Weltranglistenerste schlug seinen serbischen Landsmann Victor Troicki 6:3, 6:1, 6:3. Gegner im Viertelfinal ist entweder der Franzose Richard Gasquet oder der Deutsche Florian Mayer. Geht es nach der Papierform, kommt es im Halbfinal zum Kracher Djokovic gegen Federer.

Bei den Frauen setzte es derweil Überraschungen ab: Maria Scharapowa, die Gewinnerin des French Open, wird nach Wimbledon als Nummer 1 der Welt wieder abdanken müssen. Die Russin verlor die Neuauflage des letztjährigen Halbfinals gegen Sabine Lisicki mit 4:6, 3:6. Lisicki hat in Wimbledon inzwischen dreimal hintereinander die Roland-Garros-Siegerin abserviert – erst Swetlana Kusnezowa, dann Na Li und nun Scharapowa. Viktoria Asarenka, die auf dem Centre Court Ana Ivanovic zum Weinen brachte (6:1, 6:0), dürfte die Nummer 1 von Scharapowa übernehmen, Chancen darf sich aber auch noch die Polin Agnieszka Radwanska ausrechnen, die allerdings Wimbledon gewinnen müsste.

Mindestens eine deutsche Spielerin wird die Halbfinals erreichen, denn Sabine Lisicki trifft in den Viertelfinals auf Angelique Kerber. Kerber deklassierte Kim Clijsters mit 6:1, 6:1 und verdarb der Belgierin, die nach dem US Open zurücktreten wird, den Abschied aus Wimbledon. Clijsters fand im Rasen-Mekka nie ihr Glück; die besten Ergebnisse erzielte sie 2003 und 2006 mit Halbfinaleinzügen.

Rufus The Hawk wieder da

Wieder aufgetaucht ist übrigens der Harrisfalke (oder amerikanischer Habicht) Rufus, der letzte Woche in Wimbledon aus einem Auto heraus gestohlen worden war. Der etwas andere Wimbledon-Star wurde offenbar von seinem Dieb in die Freiheit entlassen; am Sonntag kehrte Rufus dann nach Wimbledon in die gewohnte Umgebung zurück. Zuerst verlautete, dass ein Vogel, der auf die Beschreibung von Rufus The Hawk passt, aufgetaucht und in ein Tierspital eingeliefert worden ist. Wenig später bestätigten die Besitzer überglücklich, dass sie Rufus wohlbehalten zurückerhalten hätten. Rufus wird in Wimbledon frühestens Ende Woche wieder die Tauben verscheuchen, denn nach drei Tagen in der Freiheit muss das Haustier erst wieder zu Kräften kommen. Die Tauben setzen sich nun während Rufus' Abwesenheit selber ausser Gefecht: Am Montag flog eine ins Centre-Court-Dach; die herunterfallenden Federn sorgten für eine Unterbrechung der Partie Asarenka – Ivanovic.

si/mrs

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