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Bencic und Federer krönen sich

Die Schweiz gewinnt zum dritten Mal nach 1992 und 2001 den Hopman Cup – dank eines Spektakels gegen Deutschland.

So holten sich Federer und Bencic den Turniersieg in Perth. (Video: Tamedia/SRF)

Belinda Bencic hätte mit einem Erfolg gegen Angelique Kerber alles klar machen können, doch die 20-Jährige musste gegen die frühere Nummer 1 im vierten Duell erstmals eine Niederlage hinnehmen. 4:6, 1:6 hiess es nach einer gegen Ende einseitigen Partie. Bencic konnte nur bis in die Schlussphase des ersten Satz mithalten. Dann leistete sie sich zwei fatale Eigenfehler.

4:3, 4:2 im entscheidenden Match gegen Zverev/Kerber: Die Hopman-Cup-Sieger 2018 heissen Federer/Bencic.
4:3, 4:2 im entscheidenden Match gegen Zverev/Kerber: Die Hopman-Cup-Sieger 2018 heissen Federer/Bencic.
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Mit dem grössten Vergnügen: «Ich kann mir keinen besseren Partner wünschen», sagt Bencic über Federer.
Mit dem grössten Vergnügen: «Ich kann mir keinen besseren Partner wünschen», sagt Bencic über Federer.
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Volle Konzentration: Bencic und Federer vor dem Showdown.
Volle Konzentration: Bencic und Federer vor dem Showdown.
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Die Entscheidung musste deshalb im Mixed-Doppel fallen. Dort behielten Bencic und Roger Federer gegen Kerber und Alexander Zverev mit 4:3, 4:2 die Oberhand. Bei Einstand im dritten Game des ersten Durchgangs gabs eine brenzlige Situation, doch Federer war mit einem grossartigen Rückhandvolley zur Stelle, im Tiebreak verwandelten die Schweizer ein 0:2 in ein 4:2, ehe sie sich mit 5:3 durchsetzten. Bencic, die nun wie entfesselt spielte, machte den letzten Punkt mit einem Returnwinner nach einem Zverev-Service.

Bencic brilliert mit starken Returns gegen die Nummer 4 der Männer-Weltrangliste

Der zweiten Satz retournierte Bencic erneut hervorragend und bescherte der Schweiz bei 2:2 und Service Zverev zwei Breakbälle. Federer nutzte mit einem Ball durch die Mitte an Kerber vorbei gleich den ersten und servierte den Titel danach ins Trockene. Für Federer persönlich ist es der zweite Erfolg am Hopman Cup. 2001 triumphierte er zusammen mit Martina Hingis, 1992 kamen die Sieger mit Jakob Hlasek und Manuela Maleeva-Fragnière ebenfalls aus der Schweiz.

Federer hatte die Schweiz durch ein 6:7, 6:0, 6:2 über Zverev in Führung gebracht. Nach Startschwierigkeiten und dem ersten Satzverlust des Turniers drehte er im Spiel gegen die erst 20-jährige Nummer 4 der Weltrangliste mächtig auf. Für den zweiten Durchgang benötigte der Favorit nur gerade 22 Minuten, für den dritten 29. Seinen dritten Matchball verwertete er mit einem sehenswerten Cross-Stoppball.

Im letzten Jahr war Federer Zverev in der Gruppenphase noch unterlegen. Diesmal zeigte er sich insbesondere mit dem Aufschlag unwiderstehlich. Er schlug 16 Asse und liess bei eigenem Service nur 19 Punkte des Gegners zu. Zudem wehrte Federer alle vier Breakbälle ab.

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