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«Federer spielte wie voneinem anderen Planeten»

Wie Tim Sturdza, der Captain im Final von 1992, und andere in Lille den Schweizer Sieg erlebten.

Lynette Federer, Mutter: «Das ist ein historischer Erfolg und etwas vom Schönsten, das ich je erlebt habe. Ich bin froh, dass ich dabei sein durfte und mein Sohn mitspielen konnte.»

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Robert Federer, Vater: «Dies war ein unheimlicher Anlass. Ich hätte viel verpasst, wenn ich nicht hier gewesen wäre. Für mich ist das mindestens so wertvoll wie ein Grand-Slam-Titel. Hier kämpften zwei Nationen gegeneinander – hier die Blauen, dort die Roten, in einer Länderspiel-Atmosphäre. Die Stimmung war aber fair. Ich hatte Respekt davor, dass es doch noch für die Franzosen laufen könnte, dann hätte es etwas brutal werden können. Aber Roger liess ihnen nie eine Chance, weil er immer führte. Wir warten nun mit den Supportern, bis das Team auftaucht. Ich habe Roger noch nicht gesehen, und jetzt sind schon drei Stunden vergangen. Was machen diese Kerle?»

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Marco Chiudinelli, Davis-Cup-Sieger: «Das ist ein Highlight meiner Karriere, ganz klar. Ich hatte mir schon Anfang Jahr den Davis-Cup als grosses Ziel gesetzt. Es ist ein tolles Gefühl, dass ich mich Davis-Cup-Sieger nennen darf.»

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Yves Mittaz, Chef des Golfturniers von Crans: «Das Stadion ist einmalig, so etwas ist unvorstellbar in der Schweiz, mit dem teil- und verschiebbbaren Rasen. Die Ambiance war aber nicht viel anders als in der Palexpo-Halle Genf, weil das Stadion so gross war und der Lärm zum Teil verpuffte. Dass die Schweizer Anhänger so dominant waren, überrascht mich nicht. Denn jene 4000, die hier sind, sind die wirklichen Tennisfans der Schweiz. Für sie war es wie eine Pilgerschaft, eine Expedition. Das zeigte sich. Es ist oft so, dass man bei Heimspielen die Fans der Gäste besser hört.»

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Tim Sturdza, Schweizer Captain beim 1:3 gegen die USA im Final 1992: «Mein Herz klopft immer noch. 22 Jahre habe ich auf diesen Moment gewartet. Wir waren im Final in Fort Worth, hatten fast gewonnen, nun hat es geklappt. Federer hat gespielt wie von einem anderen Planeten, wie ein Marsmensch. Und das, nachdem er gegen Monfils sehr schlecht spielte.»

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Heinz Günthardt: «Dieser Titel ist für Federers Palmarès sehr wichtig, und ich hoffe, dass er viele Junge dazu führt, auch Tennis zu spielen. Der Start von Wawrinka am Freitag war bedeutungsvoll. Stan zeigte allen, dass er zu Recht die Nummer 4 der Welt ist und bereit war für diese Begegnung. Gasquet spielte gegen Federer sehr kurz und retournierte miserabel. Er wurde richtiggehend erdrückt, bekam gar keine Luft. Roger liess ihm auch nicht die Möglichkeit, zurück in den Match zu finden. Dass Federer um Klassen besser spielte als gegen Monfils, überrascht mich nicht. Wenn du weisst, du bist super in Form, und spielst dann so ein Einzel, dann stinkt dir das gewaltig, das weiss ich aus Erfahrung. Weil man weiss, warum es so weit kam, fällt es aber relativ leicht, es zu korrigieren.»

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Ivo Rüthemann, ehemaliger Eishockeyprofi: «Das war enorm eindrücklich. Am Samstag war die Stimmung noch besser als am Sonntag. Vielleicht, weil Federer am Ende zu überlegen war.» (rst.)

Der lange, lange Weg zum helvetischen Tennis-Wunder: Lesen Sie im Multimedia-Special, was den Triumph beim Davis-Cup-Final erst möglich machte.

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