Federer fliegt zum Sieg, Laaksonen überrascht

Roger Federer schlägt in Basel den Deutschen Peter Gojowczyk in zwei Sätzen. Henri Laaksonen bezwingt Benoît Paire.

Federer gelingt der Start in die Swiss Indoors. (Video: SRF)

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In den ersten beiden Games unterlaufen Roger Federer gegen Peter Gojowczyk (ATP 112) noch ein paar unerzwungene Fehler, doch danach dreht Lokalmatador mächtig auf. Seinen ersten Breakball verwertet der Baselbieter mit einer für den Deutschen unerreichbar der Linie entlang geschlagenen Rückhand. Nach 22 Minuten ist der erste Satz von Federers Jubiläumsspiel schon vorbei. Das Startspiel der Swiss Indoors ist sein 1500. Einzel im Rahmen der ATP-Tour.

Die Zuschauer haben durchaus Spass am Auftritt des 38-Jährigen, obwohl er im zweiten Satz unerwartet seinen Aufschlag abgibt. Doch der neunmalige Swiss-Indoors-Champion korrigiert das Malheur umgehend.

Der Match gegen Gojowczyk ist zu einseitig, als dass in der ausverkauften St.-Jakobs-Halle die ganz grosse Begeisterung aufkäme oder. Und auch kein «Crescendo der Freude», das Turnierdirektor Roger Brennwald zu Beginn des Abends angekündigt hat.

«Mit Heimvorteil geht es einfacher»

«Mit Heimvorteil geht es immer einfacher», bilanziert Federer im Platzinterview trocken. Dass das Publikum trotz klarem Spielverlauf (nach 53 Minuten lautet das Verdikt 6:2, 6:1) nur ihn unterstützt worden hat, erstaunt den Superstar nicht. «Nicht in Basel. Hier sehen mich die Leute lieber kürzer, dafür wieder in der nächsten Runde.»

Ausserdem konnten sich die Zuschauer in der Halle ja noch damit trösten, dass sie im Rahmen der Eröffnungsfeier der Swiss Indoors vor dem Spiel noch einen zweiten Star erlebt haben: US-Sängerin Anastacia, genannt «die kleine Frau mit der grossen Stimme», gab sechs Kostproben aus ihrem Rock-Soul-Pop-Repertoire zum Besten.

Und schliesslich sorgte auch der zweite Schweizer Tennisspieler zum Auftakt für Jubel: Henri Laaksonen gelang gegen Benoît Paire in der ersten Runde ein Exploit. Die Weltnummer 105 bezwang den Franzosen 6:3, 7:5 – Paire ist aktuell die Nummer 25 der Welt. Laaksonen trifft in der nächsten Runde auf Jan-Lennard Struff. Auch der Deutsche liegt als Nummer 41 in der Weltrangliste vor dem 27-jährigen Laaksonen. (ädu, hua)

Erstellt: 21.10.2019, 20:47 Uhr

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