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Federers Angst vor der Angst

Roger Federer arbeitet auf sein Comeback in Monte Carlo hin – und hat dabei gemischte Gefühle.

Zurück auf dem Platz: Roger Federer trainierte fast zwei Wochen auf dem Centre Court von Monte Carlo.
Zurück auf dem Platz: Roger Federer trainierte fast zwei Wochen auf dem Centre Court von Monte Carlo.
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Erste Gehversuche auf Sand: Roger Federer beim öffentlichen Training in Monaco.
Erste Gehversuche auf Sand: Roger Federer beim öffentlichen Training in Monaco.
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Fast zwei Monate verletzt: Roger Federer hat Zeit für eine Horizonterweiterung und macht einen Besuch in der NBA.
Fast zwei Monate verletzt: Roger Federer hat Zeit für eine Horizonterweiterung und macht einen Besuch in der NBA.
Keystone
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Roger Federer sucht nach Antworten. Das mulmige Gefühl nach den tatenlosen Tagen ist weg. «Ich fühl mich gut, die Zuversicht ist zurück», sagt Federer. Er hat in den vergangenen Wochen viel Schweiss vergossen, nach der langen Verletzungspause ist vieles aber noch im Ungewissen. Seit der Halbfinalniederlage gegen Novak Djokovic am Australian Open hat der Schweizer keinen Ernstkampf mehr bestritten – 75 Tage ohne Match – ein Novum für den 34-jährigen Baselbieter.

Ein Ausrutscher im Bad verursachte einen Meniskusriss und hatte eine Knie-OP zur Folge. Vor drei Wochen tauchte er an den Miami Open wieder auf, wirkte fit und voller Tatendrang. Das Knie hielt den Belastungen im Training stand, eine Grippe aber verhinderte die geplante Rückkehr auf die ATP-Tour. Den Virus hat Federer mittlerweile überstanden und sein Camp vor über einer Woche in Monte Carlo aufgeschlagen, wo er diese Woche in die Sandsaison startet.

«Das Problem ist, dass man Angst hat, mit der Angst zu spielen.» Wie reagiert der Körper auf rasche Richtungswechsel? Wie verhalten sich die Beine auf ungewohnte Schrittfolgen? Welche Signale sendet das Knie nach einem abruptem Bremsvorgang? Um möglichst gut vorbereitet zu sein, habe er wochenlang hart trainiert, «damit das Bein möglichst stark ist», aber wie sich das Knie nach einem langen Match verhält, weiss auch er nicht.

Zum Auftakt gegen Garcia-Lopez

Ein Vorteil könnte sein, dass er nun sein Comeback auf Sand geben kann, die rutschige Unterlage wirkt auf die Gelenke schonender als Hartbelag. Für Federer ist das irrelevant: «Das Knie muss halten, egal auf welcher Unterlage.» Den Auftakt macht Federer nach einem Freilos gegen Guillermo Garcia-Lopez (ATP 38). Der Spanier setzte sich gegen den Brasilianer Thomas Bellucci mit 7:5, 6:1 durch.

Im Head-to-Head steht es 3:0 für Federer, der noch keinen Satz gegen Garcia-Lopez abgegeben hat. Das letzte Duell liegt allerdings schon beinahe sieben Jahre zurück. Zudem spielen die beiden erstmals auf Sand gegeneinander, der bevorzugten Unterlage des Iberers.

Unter den aktuellen Umständen ist das Duell für Federer ein echter Prüfstein, das Resultat der Partie ist für ihn aber zweitrangig. «Gewinnen oder verlieren – das ist mir egal», sagt Federer. Es geht ihm um die Antworten im Hinblick auf die French Open im Mai. «Wichtig ist, dass ich dann in Paris sieben Spiele über fünf Sätze spielen kann.»

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