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Die Federer-Show geht weiter

Roger Federer schlägt Kei Nishikori in einem epischen 5-Satz-Duell und zieht beim Australian Open in die Runde der letzten acht ein.

Allen Grund zum Jubeln: Roger Federer brilliert einmal mehr beim Australian Open und zieht nach einem hart umkämpften 5-Satz-Duell gegen Kei Nishikori zum 13. Mal in den Viertelfinal ein.

In 3:24 Stunden setzte sich Federer nach einem 0:4-Rückstand zu Beginn 6:7 (4:7), 6:4, 6:1, 4:6, 6:3 durch. Der Schweizer feierte seinen 25. Sieg in einem fünften Satz, so weit hätte es aber gar nicht kommen müssen. Im ersten Satz gewann er vom 2:5 bis zum 6:5 vier Games in Folge, verlor dann aber doch das Tiebreak.

Nachdem er sich den zweiten und dritten Satz mit annähernd perfektem Tennis und vor allem einer Rückhand, wie er sie noch selten derart präzis und druckvoll gezeigt hat, geholt hatte, verpasste Federer im vierten Durchgang zwei Breakchancen zum 3:2. Im nächsten Game musste er - wie aus heiterem Himmel - seinen Aufschlag abgeben. Das Handicap konnte er zwar nicht mehr wettmachen, dafür schlug er gleich zu Beginn des Entscheidungssatzes zu.

Allen Grund zum Jubeln: Roger Federer brilliert einmal mehr beim Australian Open und zieht nach einem hart umkämpften 5-Satz-Duell gegen Kei Nishikori zum 13. Mal in den Viertelfinal ein
Allen Grund zum Jubeln: Roger Federer brilliert einmal mehr beim Australian Open und zieht nach einem hart umkämpften 5-Satz-Duell gegen Kei Nishikori zum 13. Mal in den Viertelfinal ein
Julian Smith, Keystone
Zu Beginn der Partie gab es für den Baselbieter jedoch herzlich wenig zu bejubeln. Federer legt einen klassischen Fehlstart hin und wird von Nishikori regelrecht an die Wand gespielt.
Zu Beginn der Partie gab es für den Baselbieter jedoch herzlich wenig zu bejubeln. Federer legt einen klassischen Fehlstart hin und wird von Nishikori regelrecht an die Wand gespielt.
Dita Alangkara/AP Photo
Der Rekordmeister hebt nach dem verwandelten Matchball vor Erleichterung und Freude gleich ab.
Der Rekordmeister hebt nach dem verwandelten Matchball vor Erleichterung und Freude gleich ab.
Julian Smith, Keystone
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Die Entscheidung im fünften Satz

Nach dem 0:3 musste sich Nishikori zudem an Hüfte und Rücken behandeln lassen. Der Japaner fand danach kein Mittel zurück und kam zu keiner Breakchance mehr. Im letzten Game schlug Federer zwei Servicewinner, sein 24. Ass und schliesslich einen Smash zum Sieg. In den knapp dreieinhalb Stunden gelangen ihm gegen den wieselflinken und in der Defensive starken Nishikori 83 Winner (bei 47 unerzwungenen Fehlern). Ein wahrhaft starke Statistik, vor allem nach einer Verletzungspause von sechs Monaten. Trotz seiner 35 Jahre wirkte der vierfache Australian-Open-Champion am Ende auch physisch frischer als Nishikori.

«Es war ein grossartiger Match», freute sich Federer. Zur heiklen Startphase meinte er: «Auf diesem schnellen Platz kann es sehr rasch gehen. Es hätte wenig gefehlt, und ich hätte den ersten Satz 0:6 verloren. Ich sagte mir einfach: Schlechter kann es ja nicht mehr kommen.» Er sei auch nach dem vierten Satz ruhig geblieben. «Ich habe gezeigt, dass ich fit bin. Das ist ein grosser Sieg.»

Perfekte Viertelfinal-Bilanz

Einen Viertelfinal hat der Grand-Slam-Rekordsieger im Melbourne Park noch nie verloren. Auch diesmal ist er am Dienstag gegen den Murray-Bezwinger Mischa Zverev (ATP 50) der Favorit. Federer hat beide bisherigen Partien gegen den Deutschen ohne Satzverlust gewonnen, die letzte 2013 in Halle mit der Höchststrafe eines 6:0, 6:0. (nos/sda)

SDA/nos

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