Federers Schwäche

Der Basler lag in Wimbledon in einem Punkt schon sechsmal daneben.

Beim Einsatz des Videobeweises gibts für Federer, hier in Wimbledon 2016, noch Steigerungspotenzial. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Beim Einsatz des Videobeweises gibts für Federer, hier in Wimbledon 2016, noch Steigerungspotenzial. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

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Roger Federer gilt als Alleskönner, als Mister Perfect. In einer Domäne vermag er in Wimbledon SW 19 allerdings nicht zu überzeugen, ist er sogar wirklich nicht gut: Im Einsetzen des Videobeweises. In der ersten Woche focht er sechs Linienrichter-Entscheidungen an – und immer lag er daneben, gestern steigerte er sich dann etwas (2:2). Nur einer setzte das System mehr als ein halbes Dutzend mal ein, ohne auch nur einmal recht zu bekommen: Dustin Brown (0:11).

Wie es sich für Wimbledon ziemt, gehören eben auch die Linienrichter zu den besten ihres Fachs, und die Zeiten, als man Vertreter ihrer Spezies schlafend auf dem Stuhl an­treffen konnte, dürften vorbei sein. Insgesamt bekamen die Spieler in der ersten Turnierhälfte mit ihren Reklamationen nur 185-mal recht, während sie sich in 502 Fällen täuschten. Nur gut jede vierte Challenge war im Schnitt also gerechtfertigt. Auf eine Erfolgsquote von mindestens 50 Prozent kamen 11 Spieler und 23 Spielerinnen. Nicht dazu gehört Andy Murray (5:15), der den Linienrichtern zusammen mit Dominic Thiem (10:10) am meisten misstraut und 20 Entscheide überprüfen liess. Ihr weibliches Pendant ist Jelena Ostapenko (6:16). (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 11.07.2017, 00:39 Uhr

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