Federer ändert Taktik beim Aufschlag

In der Auftaktpartie des US Open brauchte der Schweizer eine ungewöhnliche Massnahme, um nach verlorenem Startsatz in vier Durchgängen zu siegen.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Sollte er einmal Enkel haben, Sumit Nagal dürfte ihnen erzählen, wie er damals am US Open 2019 auf der Siegerstrasse war gegen den grossen Roger Federer. Es war ein stolzer Moment in der Karriere des 22-jährigen Inders bei seinem Grand-Slam-Debüt. Doch dann besann sich Federer, nachdem er den ersten Satz verloren hatte, eines Besseren und siegte 4:6, 6:1, 6:2, 6:4.

Sein Fehlstart bedingte, dass es nach Mitternacht wurde, bis er sich den Medien stellte. Er erzählte auf unterschiedliche Weise, wie er den Match erlebt hatte, der mehr Spannung geboten hatte als erwartet. Die Quintessenz: Er hat sich noch nicht richtig an die Bälle am US Open gewöhnt, die anders sind als jene in Cincinnati. Und weil es erst sein dritter Hartplatzmatch war, stimmen auch die Bewegungsabläufe noch nicht ganz.

Weil seine Aufschläge anfangs zu weit geflogen seien, habe er danach korrigieren müssen und ins Netz gezielt, damit die Bälle im Feld gelandet seien, erzählte er auch, leicht amüsiert. Eine ungewohnte Massnahme. Aber sie funktionierte. Sein wenig überzeugender Einstieg muss noch kein Grund zur Sorge sein. In Wimbledon hatte er gegen den Südafrikaner Lloyd Harris ja auch den ersten Satz abgegeben und sich danach zusehends gesteigert.

Video: Die Highlight des Spiels gegen Nagal

Findet ein Mittel: Roger Federer setzt sich zum Auftakt der US Open gegen Sumit Nagal durch. (Video: USTA, IMG Media via AP)

Mit den Kids an ruhigen Orten

Federer gab zu später Stunde auch noch Einblicke in seinen Campingtrip nach Wimbledon. Sie seien mit einer befreundeten Familie unterwegs gewesen. «Wir gingen nicht auf Campingplätze, die waren sowieso überfüllt. Sondern schliefen an Orten, wo kein Mensch war. Wir wollten es ruhig. Ich glaube nicht, dass die Kinder gewollt hätten, dass ich Autogrammstunde mache im Wohnmobil», verriet der Baselbieter.

Zuerst seien sie im Appenzellerland gewesen, dann noch im Bündnerland, erzählte er. «Wir fanden schöne Orte, und das Wetter passte auch. Es war lässig.» Allerdings sei es für ihn dann auch okay gewesen, als der Trip nach ein paar Tagen vorbei gewesen war. «Ich war total müde von Wimbledon und vom Campieren. Ich brauchte Ferien von den Ferien.»

Erstellt: 27.08.2019, 07:54 Uhr

Artikel zum Thema

Federer siegt in New York nach Fehlstart

Schockmoment für den Schweizer beim US Open: Den ersten Satz verlor er – dann machte er Tempo. Auch Stan Wawrinka musste kämpfen. Mehr...

«Dann trank ich ein Glas Wein mit Mirka»

Roger Federer spricht darüber, wie er über den Herzschmerz von Wimbledon hinweg kam. Und wieso er sich so gut fühlt wie schon lange nicht mehr vor dem US Open. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Grosser Sammelspass für die ganze Familie

Perfekt für kalte Wintertage: Bei jedem Einkauf Marken sammeln und gegen exklusive «Disney Winterzauber»-Prämien von Coop eintauschen!

Blogs

Von Kopf bis Fuss So wichtig ist Vitamin D

Mamablog «Trennungen werden noch immer tabuisiert»

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Die Welt in Bildern

Nichts wie weg: Ein Känguru flieht vor den Flammen in Colo Heights, Australien, die bereits 80'000 Hektaren Wald zerstört haben (15. November 2019).
(Bild: Hemmings/Getty Images) Mehr...