Gewinnt Federer seinen 10. Titel an den Swiss Indoors?

Roger Federer trifft in seinem 15. Basler Endspiel auf den jungen Australier Alex De Minaur, den er «einen der schnellsten Spieler» nennt.

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Roger Federer knüpfte nach zwei Ruhetagen dort an, wo er am Mittwoch aufgehört hatte, und stürmte mit einem 6:4, 6:4 über Stefanos Tsitsipas (ATP 7) in sein 15. Basler Endspiel. Hier strebt er heute Sonntag (ab 15 Uhr) gegen den 20-jährigen Australier Alex de Minaur (ATP 28) seinen 10. Titel an den Swiss Indoors an. So oft gewann er bisher nur das Rasenturnier in Halle.

Federer erzwang in den ersten drei Returnspielen sechs Breakmöglichkeiten, die letzte packte er zum 3:2. In Rückstand liegend, spürte Tsitsipas seine schweren Beine, die ihn am Mittwoch und am Donnerstag zu zwei Dreisatzsiegen getragen hatten, beide nach Satzrückstand.

Federer hatte seinen Achtelfinal schon am Mittwoch bestritten und war seither wegen Stan Wawrinkas Forfait spielfrei. Er breakte den 21-jährigen Griechen im zweiten Durchgang schon im ersten Game und musste nur einen Breakball abwehren, im letzten Game, bevor er nach 78 Minuten seinen ersten Matchball verwertete. Darauf liess das Getrampel der 9000 Zuschauer die St.-Jakobs-Halle ein letztes Mal erbeben.

«Für viele ist das normal – nicht für mich»

Federer brauchte nur 198 Minuten für den Vorstoss in den ­Final (36:14 Games). Er hat an seinem Heimturnier seit 2006 bei jeder Teilnahme das Endspiel erreicht, 13-mal nacheinander. Von diesen verlor er drei, 2009 gegen Novak Djokovic, 2011 und 2012 gegen Juan Martin Del Potro. In 16 Halbfinals wurde er nur einmal besiegt (2002 von David Nalbandian).

«Ich fühlte mich von Anfang an gut und liess ihn nie sein Spiel aufziehen», sagte Federer, der gegen Tsitsipas nun 2:1 führt und in Basel vier Titel und 23 Partien in Folge gewonnen hat. «Für viele ist es logisch, dass ich hier im Halbfinal oder Final stehe – nicht für mich.» Seit Jahren befürchte er, dass die Serie nun reissen könnte.

Respekt vor De Minaur

De Minaur, gegen den Federer noch nie gespielt hat, gab gegen den einen Kopf grösseren Amerikaner Reilly Opelka seinen ersten Satz der Woche ab, setzte sich aber nach zweieinhalb Stunden 7:6 (7:2), 6:7 (4:7), 7:6 (7:3) durch. Er steht schon in seinem vierten Final der Saison, die ersten drei hat er gewonnen. Er ist erst der zweite australische Basel-Finalist nach Mark Philippoussis, der 1997 Greg Rusedski unterlag.

«Er ist einer der drei, vier schnellsten Spieler auf der Tour», sagte Federer. «Er kann aus dem Nichts beschleunigen und die Power des Gegners mitnehmen.» Er selber habe eine sehr ruhige Woche hinter sich, «dadurch konnte ich häufig mit den Kindern spielen».



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Erstellt: 27.10.2019, 12:16 Uhr

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