Grand-Slam-Champion, 32, sucht Partnerin

Andy Murray würde in Wimbledon gerne auch im Mixed spielen. Doch wer erbarmt sich seiner?

Andy Murray lüftet schon einmal den Hut. Foto: Steven Paston (AP)

Andy Murray lüftet schon einmal den Hut. Foto: Steven Paston (AP)

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Vielleicht bereut es Jamie Murray ja bereits. Der ältere, weniger bekannte Bruder gab Andy für die Rasensaison einen Korb. Er wolle seine Doppelkarriere möglichst erfolgreich gestalten, sagte der 33-Jährige. Und bei aller Bruderliebe, Andy sei nach seiner Hüftoperation noch nicht auf Topniveau. Deshalb spiele er ­lieber mit Doppelspezialist Neal Skupski. Nun gut, zum Titel in Queen’s an der ­Seite von Feliciano Lopez reichte es Andy trotzdem, derweil Jamie bereits in Runde 2 scheiterte.

In Wimbledon tritt Andy Murray nun mit Pierre-Hugues Herbert an, was dessen Freundschaft mit Landsmann Nicolas Mahut auf eine harte Probe gestellt hat. Denn Herbert, der mit Mahut alle vier Grand Slams im Doppel gewonnen hat, sagte seinem Standardpartner, er wolle sich in Paris und Wimbledon aufs Einzel konzentrieren. Doch als Murray anfragte, entschied er sich um. Er habe nicht Nein sagen können, das sei eine einzigartige Gelegenheit, erklärte sich Herbert. Mahut hatte kein Verständnis und verlor zu allem Verdruss noch im Einzel in der Startrunde der Qualifikation.

Ashleigh Barty mag nicht

Weniger begehrt ist der zwei­fache Wimbledon-Champion aber bei der Frauenwelt. Während des Turniers im Queen’s Club klagte er, er habe mehrere Spielerinnen angefragt fürs Mixed in Wimbledon, aber nur Absagen erhalten. Unter anderem von Ashleigh Barty, der Paris-­Siegerin und neuen Nummer 1. Sie wolle sich aufs Einzel konzentrieren, sagte sie, und es gebe ­sicher viele andere, die sich mehr eignen würden als sie.

Als Murray dies öffentlich machte, prasselten unzählige Angebote via soziale Medien auf ihn ein. Die Belgierin Kirsten Flipkens publizierte Fotos mit Murray und sagte, sie würde die alten Zeiten gerne wieder hochleben lassen. Die Tschechin Barbora Strycova bot sich an. Sogar Maria Scharapowa bewarb sich. Was überraschte, hatte doch Murray die Wildcards für die Russin nach ihrer ­Dopingsperre kritisiert.

Doch der 32-Jährige hat auch im Mixed hohe Ziele und fragte eine weitere Topspielerin an: Kristina Mladenovic, die Nummer 1 im Frauendoppel. Doch auch die Französin wies ihn ab – und erklärte sich wortreich auf Twitter, um ja nicht den Groll des Wimbledon-Publikums auf sich zu ziehen. Es sei «die härteste Entscheidung» ihrer Karriere ­gewesen, schrieb sie. Aber drei Wettbewerbe seien zu viel.

Und nun: Granny Shirley?

Vielleicht hat ja nun Andys Mutter Judy die Lösung. Die Dame, die sie in einem kurzen Video auf Twitter empfahl, hat viel Erfahrung und auch andere bemerkenswerte Qualitäten. So bäckt sie die besten Butterkekse der Welt, die jeden Seitenwechsel versüssen würden. Und das ständige Schimpfen von Andy auf dem Court würde sie auch nicht stören, denn Grossmutter Shirley hört nicht mehr so gut.

Erstellt: 26.06.2019, 10:28 Uhr

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