Zum Hauptinhalt springen

Ein Leguan auf dem Tennisplatz

Flitzer auf Sportplätzen sind keine Seltenheit. Wirklich abgefahren wird es, wenn Tiere dasselbe versuchen.

Intermezzo in der Champions League: Eine Wildkatze will den grünen Rasen des Besiktas-Stadion genauer besichtigen. (14. März 2018)
Intermezzo in der Champions League: Eine Wildkatze will den grünen Rasen des Besiktas-Stadion genauer besichtigen. (14. März 2018)
www.twitter.com
Benito kam allerdings im Vergleich mit Friedel Rausch noch glimpflich davon. Der damalige Schalker Spieler wurde am 6. September 1969 im Dortmunder Stadion Rote Erde von einem Polizeihund in den Hintern gebissen. Zuschauer hatten nach dem 1:0 für Schalke aus Freude den Rasen gestürmt, Schäferhund Blitz verlor kurz die Orientierung und biss Rausch. Der erhielt eine Tetanusspritze und spielte durch. Die Partie endete 1:1.
Benito kam allerdings im Vergleich mit Friedel Rausch noch glimpflich davon. Der damalige Schalker Spieler wurde am 6. September 1969 im Dortmunder Stadion Rote Erde von einem Polizeihund in den Hintern gebissen. Zuschauer hatten nach dem 1:0 für Schalke aus Freude den Rasen gestürmt, Schäferhund Blitz verlor kurz die Orientierung und biss Rausch. Der erhielt eine Tetanusspritze und spielte durch. Die Partie endete 1:1.
Getty Images
Am Australian Open sind immer wieder Vögel Gast auf den Courts. Einige der Flatterwesen haben ihren Ausflug auch schon mit dem Leben bezahlt, weil sie von hart geschlagenen Tennisbällen getroffen wurden. Dieser Vogel aber fliegt 2015 einfach mal kurz hinter Maria Scharapowa durch.
Am Australian Open sind immer wieder Vögel Gast auf den Courts. Einige der Flatterwesen haben ihren Ausflug auch schon mit dem Leben bezahlt, weil sie von hart geschlagenen Tennisbällen getroffen wurden. Dieser Vogel aber fliegt 2015 einfach mal kurz hinter Maria Scharapowa durch.
Keystone
1 / 5

Die Partie biegt eben in die entscheidende Phase des dritten Satzes, da entdeckt in Miami ein Leguan seine Vorliebe für Tennis. Das über ein Meter lange Tier klettert während der Begegnung von Tommy Haas und Jiri Vesely auf eine Anzeigetafel und zeigt sich zunächst recht unbeeindruckt vom restlichen Geschehen.

When Planet Earth meets #MiamiOpen, the extended edition... pic.twitter.com/zscrjqy92W— Tennis TV (@TennisTV) 22. März 2017

Beeindruckt ist dafür Vesely, obwohl ihm der Schiedsrichter versichert, so ein Leguan stelle keine Gefahr dar. Der Tscheche weigert sich weiterzuspielen und erklärt später: «Ich konnte mich beim Aufschlag nicht mehr konzentrieren.»

Haas dagegen nimmt das Ganze von der lockeren Seite. Der Deutsche nutzt die Gelegenheit, um ein Selfie mit dem Leguan zu schiessen, von dem die Turnierverantwortlichen später behaupten, er heisse «Iggy» – Leguan heisst auf Englisch Iguana.

Die Partie wird für mehrere Minuten unterbrochen, während Iggy erst über das gesamte Feld rennt und danach auf einer anderen Anzeigetafel Platz nimmt. Die Zuschauer feiern Iggy. Und Haas sagt danach: «Das war wirklich cool. Vielleicht hatte er mitbekommen, dass ich hier wahrscheinlich das letzte Mal spiele, und wollte einfach ‹Hi› sagen.»

Haas verliert schliesslich 7:6 (7:5), 3:6, 5:7. Aber die Geschichte mit dem Leguan, die kann ihn dafür entschädigen: «Das ist ein interessantes Foto. Ein Leguan von solch einer Grösse habe ich noch nie erlebt. Es war wirklich lustig. Wir wussten gar nicht, wo der Leguan herkam. Am Ende war meine grösste Sorge, dass er sicher und gesund geborgen und weggebracht werden kann.»

Das gelingt schliesslich. Und so endet die Geschichte für den Leguan glimpflich. Ein Helfer kann ihn in ein grosses Tuch packen und von der Anlage bringen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch