Zum Hauptinhalt springen

Bencic siegt in der Hitzeschlacht von New York

Belinda Bencic bezwingt Samantha Crawford in Flushing Meadows nach hartem Kampf. Viktorija Golubic dagegen scheidet aus.

Kampfgeist: Belinda Bencic gelingt nach drei hart umkämpften Sätzen in der Hitze von Flushing Meadows ein mühevoller Auftaktsieg. (29. August 2016)
Kampfgeist: Belinda Bencic gelingt nach drei hart umkämpften Sätzen in der Hitze von Flushing Meadows ein mühevoller Auftaktsieg. (29. August 2016)
Ray Stubblebine, Keystone
Steigerungspotential: Besonders der Aufschlag liess die Schweizerin immer wieder in wichtigen Situationen im Stich und gestaltete diese Partie somit enger als es der 19-Jährigen wohl lieb war.
Steigerungspotential: Besonders der Aufschlag liess die Schweizerin immer wieder in wichtigen Situationen im Stich und gestaltete diese Partie somit enger als es der 19-Jährigen wohl lieb war.
Ray Stubblebine, Keystone
Allen Grund zum Jubeln: Belinda Bencic gewinnt nach fast zweimonatiger Verletzungspause und zwei enttäuschenden Auftaktniederlagen endlich wieder einen Ernstkampf.
Allen Grund zum Jubeln: Belinda Bencic gewinnt nach fast zweimonatiger Verletzungspause und zwei enttäuschenden Auftaktniederlagen endlich wieder einen Ernstkampf.
Seth Wenig/AP Photo
1 / 4

Belinda Bencic zieht in die 2. Runde des US Open ein. Die Schweizerin setzte sich nach 2:10 Stunden 6:7 (6:8), 6:4, 6:4 gegen Samantha Crawford durch. Dabei war ersichtlich, dass die Durststrecke mit Verletzungen und enttäuschenden Resultaten bei ihr Spuren hinterlassen hat. Sie müsse die Erwartungen zurückschrauben, hatte die 19-jährige Ostschweizerin betont – und von Crawford als einer sehr schwierigen Gegnerin gesprochen, obwohl die zwei Jahre ältere Amerikanerin seit Wimbledon in drei Turnieren ebenfalls ohne Erfolgserlebnis geblieben war. Bencic sollte Recht behalten.

Sie kämpfte bei bereits um 11 Uhr Lokalzeit grosser Hitze vor allem beim Service mit grossen Problemen. Insgesamt sechs Mal musste sie ihren Aufschlag abgeben, nur einmal konnte sie eine Breakchance abwehren. Dass sie nach 2:10 Stunden dennoch mit 6:7 (6:8), 6:3, 6:4 die Oberhand behielt, war mehr ihrem Kampfgeist als spielerischer Brillanz zu verdanken. So steckte sie den ersten Satz weg, den sie mit einem Doppelfehler beim Stand von 6:7 im Tiebreak verschenkte. Und nachdem sie ihre Aufschlagsspiele einigermassen stabilisiert und den zweiten Durchgang gewonnen hatte, geriet sie auch im Entscheidungssatz noch einmal 0:2 ins Hintertreffen.

Viele Doppelfehler

Selbst im letzten Game, als sie bei 5:4 zum Match aufschlug, machte sich Bencic mit ihrem zwölften Doppelfehler und einer verschlagenen Rückhand bei den ersten zwei Matchbällen das Leben nochmals schwer. Mit einem Schrei der Erleichterung quittierte sie dann einen Vorhand-Fehler der Amerikanerin beim dritten Matchball.

Das Erreichen der 2. Runde ist für die Viertelfinalistin von 2014 und nach der 3. Runde vor einem Jahr auf dem Papier keine grosse Sache. Nach den schwierigen letzten Monaten ist es aber ein wichtiger Schritt zurück in die Normalität. Und die müsste für den Teenager, der noch im Februar den Top Ten angehörte, bei höheren Zielen als dem Überstehen einer 1. Runde liegen.

Durchgebissen

Wie sehr sie auf dem Platz litt, zeigte sie Anfang des dritten Satzes mit einem deutlich hörbaren «Läck mer am A...» Bencic kämpfte sich aber durch und verdiente sich ein Zweitrunden-Duell mit der Deutschen Andrea Petkovic (WTA 43).

Die bisher einzige Begegnung gewann die Schweizerin im Februar im Fedcup-Viertelfinal im Februar in Leipzig. Da war Bencic aber in Hochform, nun ist sie auf der Suche danach. Nach den 130 Minuten im Glutofen von Flushing Meadows sollten aber immerhin die letzten Zweifel am zuvor lädierten linken Handgelenk überwunden sein.

Kurzes Gastspiel von Golubic

Eine grosse Enttäuschung erlebte Viktorija Golubic (WTA 65) bei ihrer Premiere im US-Open-Hauptfeld. Die 23-jährige Zürcherin, die beim neuen WTA-Turnier in Gstaad sensationell triumphiert hatte, verlor gegen die 17-jährige Qualifikantin Catherine Bellis (WTA 158) sang- und klanglos 2:6, 3:6. Golubic gewann nur gerade zwei von neun Aufschlagsspielen und geriet in beiden Sätzen sofort vorentscheidend in Rückstand.

SDA/nos/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch