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«Wimbledon hat für mich immer Priorität»

Roger Federer fühlt sich perfekt vorbereitet für sein Lieblingsturnier – und ist zum Scherzen aufgelegt.

Schick gekleidet: Federer bei der Pressekonferenz.
Schick gekleidet: Federer bei der Pressekonferenz.
Keystone

Wer wie Roger Federer auch schon zum «most stylish man» erkoren wurde, muss auf seine Garderobe achten. Und so erscheint der achtfache Wimbledon-Sieger zu seinem Medientermin vor Turnierstart nicht wie seine Arbeitskollegen in simpler Trainingskleidung, sondern in einem weissen Hemd mit Veston. Eine Journalistin mittleren Alters ist so davon angetan, dass sie ihre Frage eröffnet mit den Worten: «Sie sehen noch hübscher als letztes Jahr.» Er ist sichtlich amüsiert. Als er von ihr dann gefragt wird, wie er sich fühle, sagt er: «Ich fühle mich unglaublich sexy.»

Federer ist bestens gelaunt, Wimbledon ist für ihn auch bei seiner 20. Teilnahme im Hauptturnier immer noch etwas ganz Spezielles. Man könne nicht 25 Mal im Jahr so aufgeregt sein vor einem Turnier, sagt er. Deshalb setze er auch Prioritäten in seiner Planung. Für ihn ist klar: «Wimbledon hat für mich immer Priorität.»

Erholt von Stuttgart und Halle

So tue er auch alles, um in bester Verfassung zu sein, wenn er hierher komme. Sein Plan scheint aufgegangen. Sein gedrängtes Programm in Stuttgart und Halle mit neun Partien in zwölf Tagen habe bei ihm keine Spuren hinterlassen, sagt er. Die Woche vor Wimbledon sei für ihn ideal gewesen, um sich zu erholen. «Ich setzte keine Sponsorentermine oder Interviews an, und meine Trainings waren intensiv, aber kurz», erzählt er. «Zudem half mir das schöne Wetter, so konnte ich morgens ausschlafen und erst am Nachmittag trainieren.»

Montag und Dienstag nahm er frei, Mittwoch, Donnerstag und Freitag trainierte er, den Samstag nutzte er zu einem Familienausflug zu Freunden, die auch Kinder haben. «Es war eine ruhige Woche, und ich genoss es auch, wieder Zeit mit den Buben zu verbringen. Von ihnen hatte ich die letzten zwei Wochen ja gar nichts gehabt.»

Eine nervenaufreibende Ehre

Um 13 Uhr Lokalzeit (14 Uhr MEZ) gilt es für Federer am Montag wieder ernst, wenn er gegen den Serben Dusan Lajovic (ATP 58) den Centre Court eröffnet. Eine Ehre, aber auch nervenaufreibend, wie er erklärt: «Abgesehen davon, dass dieser Court so viel Geschichte hat, ein mystischer Ort ist, ist das Spezielle, dass man zuvor nicht darauf trainieren konnte. Deshalb weiss man nie genau, wie er sich anfühlt. Zudem wechselt hier die ganze Atmosphäre von einem Tag auf den anderen komplett. In der Woche vor dem Turnier ist es ganz ruhig, und plötzlich sind alle Augen auf dich gerichtet.»

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