Zum Hauptinhalt springen

«Ich hoffe, Federer tut das nie wieder»

Nach seinem Scheitern im Wimbledon-Halbfinal gegen Roger Federer wendet sich Andy Murray an die britische Tennisnation.

Auf verlorenem Posten: Roger Federer war für Andy Murray eine Nummer zu gross.
Auf verlorenem Posten: Roger Federer war für Andy Murray eine Nummer zu gross.
Keystone

«Roger Federer hat gegen mich nie besser aufgeschlagen als an diesem Freitag auf dem Centre Court, und ich hoffe, er tut das nie wieder», schreibt Andy Murray in seiner BBC-Kolumne. In keinem der 24 Duelle mit dem nun zehnfachen Wimbledon-Finalisten habe er derart wenig gegen dessen Service ausrichten können. «Es war nicht einfach seine stärkste Serviceleistung, sondern die mit Abstand stärkste.»

In Wimbledon zu verlieren sei für ihn besonders hart, so Murray, der das Turnier 2013 gewann. «Ich denke, dass Rasen meine beste Unterlage ist und ich hier die grössten Chancen habe, noch einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Wir werden in den nächsten Tagen sehen, ob die Enttäuschung dieses Mal ein wenig leichter zu ertragen ist. Auf jeden Fall hatte ich nicht das Gefühl schlecht gespielt zu haben. Roger hat einfach grossartig gespielt und verdient den Sieg.»

In den Ballwechseln habe er sich gut gefühlt, wegen Federers Aufschlag sei er aber einfach nicht oft genug in eine Rallye gekommen. Obwohl er versuchte habe, sich zu bewegen und seine Position beim Return zu verändern. «Es wäre interessant zu sehen, wo die Bälle von Roger landeten. Es fühlte sich an, als treffe er stets die Linien oder den Bereich knapp innerhalb.»

Auch Andy Roddick, der 2009 den Wimbledon-Final gegen Federer verlor und nun erstmals als Experte der BBC im All England Club weilt, zeigte sich tief beeindruckt: «Ich glaube, ich habe seinen Aufschlag noch nie so stark gesehen. Es war einfach phänomenal.» Federers erster Aufschlag kam gegen Murray in 76 Prozent der Fälle, seine Erfolgsquote lag anschliessend bei 84 Prozent. Der Baselbieter schlug 20 Asse bei nur einem einzigen Doppelfehler.

Martina Navratilova, mit neun Einzeltiteln die erfolgreichste Spielerin der Wimbledon-Historie konstatiert: «Ich weiss nicht, ob ich jemals einen besseren Match von Roger gesehen habe. Er hat unglaublich gut serviert, war so entspannt und hat so gut beim Aufschlag und von der Grundlinie variiert.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch