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«Ich sehe besser nach, ob er noch dasitzt»

Roger Federer ist erfolgreich in das Australian Open gestartet. Die grossen Gegner des Schweizers in der ersten Runde waren die Hitze und die Unsicherheit bezüglich seiner Box.

Darf zufrieden sein: Roger Federer nach seiner Erstrundenpartie gegen James Duckworth.
Darf zufrieden sein: Roger Federer nach seiner Erstrundenpartie gegen James Duckworth.
Keystone
Dominant: Federer hielt die Fäden in der Hand.
Dominant: Federer hielt die Fäden in der Hand.
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Ja, sie sitzen noch da: Severin Lüthi und Stefan Edberg, die Coaches von Federer.
Ja, sie sitzen noch da: Severin Lüthi und Stefan Edberg, die Coaches von Federer.
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Noch nie hatte Roger Federer gegen den Australier James Duckworth gespielt. Beinahe wären sie vor einer Woche in Brisbane aufeinander getroffen, doch die Premiere folgte erst diese Woche in Melbourne. «Weil ich ihn nicht so gut kannte, war ich offen für zwei Spielweisen: Entweder geht er volles Risiko oder er versucht zuerst, etwas ins Spiel zu kommen», erklärte Federer. Was es dann war, ergänzte der Schweizer gleich selbst: «In den ersten eineinhalb Sätzen hat er sich richtig reingehängt. Erst nach dem Break im zweiten Satz wurde es klarer.»

Das 6:4, 6:4, 6:2 war nie gefährdet, obwohl Federer von insgesamt 17 Breakchance nur vier zu nutzen vermochte. «Ich habe mehrere Möglichkeiten verstreichen lassen, was es viel schwieriger für mich gemacht hat. Vor allem am Anfang der Partie hätte ich so einen komfortableren Vorsprung herausspielen können.» Auf der anderen Seite habe Duckworth aber auch alles richtig gemacht, um die Partie nicht schon früh aus den Händen zu geben.

Nebst Duckworth war heute auch die Hitze ein harter Gegner für Federer. Beinahe 40 Grad wurden in der Rod-Laver-Arena gemessen. Aus der Ruhe bringt das einen Champion wie den Schweizer aber nicht. «Ja, es war sehr trocken und die Sonne brannte vom Himmel. Je nach dem, woher man kommt, hat das einen grösseren Einfluss. Die Belastung ist sehr individuell und die Hitze verkommt zu einem mentalen Aspekt. Am Ende ist es aber für beide gleich heiss, deshalb muss man halt damit zurecht kommen.»

Ist Edberg überhaupt noch da?

Angesprochen auf seine erste Partie mit Stefan Edberg in seiner Box, erklärte Federer, dass es sich nicht gross anders angefühlt habe als sonst. «Nach einem Satz habe ich realisiert, dass ich noch nie in die Box geschaut habe. Ich habe dann nachgeschaut, ob er überhaupt noch dasitzt», scherzte der Baselbieter. Doch Federer knüpfte gleich an und erklärte, weshalb er während seiner Partien praktisch nie in seine Box zu seinen Coaches schaue: «Ich finde, das ist wie in der Schule. Zu Hause übt man und beim Test gibt man sein Bestes, ohne zu schummeln.»

Ob Federer in seiner nächsten Partie mehr Rat aus seiner Box braucht, wird sich zeigen. Er trifft in der zweiten Runde auf den unbekannten Slowenen Blaz Kavcic (ATP 99).

Hier geht es zu den kompletten Australian-Open-Tableaus

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