«Im Moment ist mir das völlig egal, sorry»

Riesige Enttäuschung bei Belinda Bencic nach dem frühen Out am Australian Open, das Konsequenzen in der Weltrangliste hat.

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In Toronto hatten Sie Serena Williams 2015 in der letzten Partie noch geschlagen, nun verloren Sie relativ klar. Welche Erkenntnisse bringt Ihnen dieser Match?
Ich glaube, ich habe gezeigt, dass ich Tennis spielen kann. Ich habe gut gespielt und das gemacht, was ich machen wollte und machen kann. Ich spielte mein Spiel. Es war einfach nicht genug gegen sie. Gegen Serena muss man an sein äusserstes Limit gehen können, um zu gewinnen oder mitzuhalten. Das ist mir heute nicht gelungen. Ich bin aber mega enttäuscht, dass ich schon ausgeschieden bin. Das Australian Open hat erst begonnen, aber für mich ist es schon fertig. Aber eben: Ich muss mich definitiv nicht verstecken.

Wie fanden Sie die Leistung von Williams?
Sie spielte gut und machte alles etwas besser als ich. Und sie war sehr konzentriert.

Wie war die Atmosphäre, konnten Sie die Partie geniessen?
Ja klar. Ich sagte mir auch immer: Geniess es, du bist da, auf dem Centre Court mit Serena. Manchmal ist man so fokussiert auf die Partie, dass man alles um einem vergisst. Ich fand es super und würde am liebsten gleich wieder gegen sie spielen.

Wie sehen Sie die nächsten Wochen und Monate, wie geht es weiter?
Ich spiele als nächstes in St. Petersburg, dann den Fed-Cup in Genf gegen Frankreich, Acapulco, Indian Wells und Miami.

Sie verlieren in der Weltrangliste als letztjährige Achtelfinalistin wieder einige Punkte und fallen nun sogar aus den Top 70. Beschäftigt Sie das oder blenden Sie das aus?
Im Moment ist mir das völlig egal, sorry.

Warum das?
Ich spiele einfach, ohne meine Punkte zu kalkulieren. Ich weiss natürlich, dass ich wieder Punkte verloren habe, aber das beschäftigt mich nicht.

Sie waren hier ohne Ihren Vater am Start, das war wie ein Test. Können Sie schon eine erste Bilanz ziehen und sagen, wie es weitergeht?
Nein, das kann ich noch nicht. Ich gehe, wenn das Turnier zu Ende ist, erst einmal nach Hause und schaue dann weiter. Natürlich kommt Papi wieder manchmal mit, manchmal nicht, manchmal Mami.

Hat Ihr Vater Ihnen gefehlt in Melbourne?
Es ist für mich eigentlich das gleiche (ob er da ist oder nicht, die Red.). Es ist nicht so wichtig, wer in meiner Box sitzt. Ich weiss, was ich kann auf dem Platz. Papi und Mami haben zugeschaut, sie haben mir geschrieben, auch schon vor dem Match. Es war eigentlich, als ob er hier gewesen wäre. Natürlich fehlte er mir auch als Papi. Aber es ist nicht so, dass ich ohne ihn nicht spielen könnte. Ich will allerdings damit auch nicht sagen, dass er mir nicht gefehlt hätte....

Ist es vorstellbar, dass Sie noch jemand in Ihr Betreuungsteam holen, der mit Ihnen reist?
Im Moment weiss ich das noch nicht. Keine Ahnung.

Und was sagen Sie zur Auslosung im Doppel, wo sie mit Ana Konjuh gleich gegen die topgesetzten Französinnen Mladenovic/Garcia spielen müssen?
Das ist schon erstaunlich. Es ist schwierig, im Einzel gleich gegen die Nummer 2 und im Doppel gegen die Nummer 1 zu spielen.

Erstellt: 17.01.2017, 07:45 Uhr

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