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Lisicki zerbricht an Bartoli und ihren Nerven

Im Frauen-Endspiel von Wimbledon triumphiert Marion Bartoli über Sabine Lisicki. Für die deutsche Favoritin endet ein grosses Turnier in Tränen.

Von den Gefühlen übermannt: Sabine Lisicki vergiesst schon während des zweiten Satzes Tränen der Enttäuschung.
Von den Gefühlen übermannt: Sabine Lisicki vergiesst schon während des zweiten Satzes Tränen der Enttäuschung.
Keystone
Anm anderen Ende der Gefühlsskala: Marion Bartoli sinkt nach dem verwandelten Matchball in die Knie.
Anm anderen Ende der Gefühlsskala: Marion Bartoli sinkt nach dem verwandelten Matchball in die Knie.
Keystone
Trost von der Siegerin: Bartoli muntert Lisicki auf.
Trost von der Siegerin: Bartoli muntert Lisicki auf.
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Marion Bartoli besiegte Sabine Lisicki in nur 81 Minuten 6:1, 6:4. Nur zu Beginn liess Bartoli in ihrem zweiten Wimbledon-Final nach 2007 ein wenig Nervosität erkennen. Mit zwei Doppelfehlern in Folge schenkte sie Lisicki gleich zum Auftakt das Break. Danach agierte Bartoli im Gegensatz zu ihrer Gegnerin beinahe fehlerlos. Sie gewann elf der nächsten zwölf Games, ehe Lisicki sich noch einmal gegen die drohende Niederlage stemmte. Nach gut einer Stunde verwertete Bartoli mit einem Ass ihren vierten Matchball.

Lisicki hatte die Emotionen in ihrem ersten Grand-Slam-Final nicht unter Kontrolle. Sie konnte in keinster Weise an ihre starken Auftritte gegen Serena Wiliams in den Achtelfinals und Agnieszka Radwanska in den Halbfinals anknüpfen. Mitte des zweiten Satzes brach die 23-Jährige in Tränen der Enttäuschung aus. Lisicki verpasste es, als erste Deutsche seit Steffi Graf 1996 im All England Club zu triumphieren.

Bartoli ist erst die dritte Französin nach Suzanne Lenglen und Amélie Mauresmo, die beim wichtigsten Turnier der Welt triumphieren konnte – und dies ohne Satzverlust. Sie ist die erste Spielerin in der Open Era, die auf dem Weg zum Sieg keine Top-10-Spielerin schlagen musste. Dank ihrem Coup in Wimbledon klettert Bartoli in der Weltrangliste auf Platz 7.

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