Lopez und der Federer-Fluch

«Das könnte meine letzte Chance sein», sagt der Spanier vor dem US-Open-Duell mit dem Schweizer in der kommenden Nacht.

«An einem Major gibt es viele Überraschungen»: Gelingt auch Lopez gegen den angeschlagenen Federer eine?

«An einem Major gibt es viele Überraschungen»: Gelingt auch Lopez gegen den angeschlagenen Federer eine? Bild: Keystone

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Zwölfmal trafen Roger Federer (ATP 3) und Feliciano Lopez (ATP 35) auf der Tour bislang aufeinander, zwölfmal gewann der Schweizer. Zuletzt 2015 in Cincinnati in zwei glatten Sätzen. In der letzten von zwei Grand-Slam-Begegnungen der beiden setzte sich Federer in den Achtelfinals des US Open 2007 in vier Sätzen durch.

Lopez hält Federer trotz der 0:12-Bilanz für ein gutes Los – zumindest teilweise. «Es ist schwierig: Einerseits wollte ich gegen Roger antreten, andererseits ist er derzeit wahrscheinlich der beste Spieler auf der Welt, was meine Aussichten auf einen weiten Vorstoss im Turnier schmälert», erklärte der Spanier. «Doch dieser Match könnte meine letzte Chance sein, gegen ihn zu spielen. Also freue ich mich drauf.»

Vor Wimbledon hatte sich Lopez in hervorragender Form präsentiert: In Stuttgart erreichte er den Final, im Londoner Queen's Club schlug er auf dem Weg zum Titel mit Stan Wawrinka, Tomas Berdych, Grigor Dimitrov und Marin Cilic gleich vier dicke Fische. Dann aber stoppte ihn eine Fussverletzung, es folgte eine Serie von Niederlagen – bis zum wieder deutlich erfolgreicheren US Open.

Lopez' Glauben an eine Sensation nähren nicht nur die guten Ergebnisse im Frühsommer und die in New York durchwachsenen Leistungen des mit Rückenproblemen kämpfenden Favoriten, sondern auch eine bittere Partie aus der Vergangenheit. 2011 in Madrid war es, als dem bald 36-jährigen Linkshänder nur zwei Punkte zum Sieg über Federer fehlten. «Es war eine der bittersten Stunden meiner Karriere», blickt er zurück. Schliesslich verlor Lopez nach über drei Stunden mit 7:9 im Tiebreak des dritten Satzes.

An den Spekulationen über Federers aktuelle Leistungsfähigkeit will sich Feliciano Lopez nicht beteiligen. «Es stimmt, dass er noch nicht sein bestes Tennis gezeigt hat. Doch Roger kann schlagartig unglaublich spielen», sagte er nur. Der Sport sei aber ausgeglichen und an einem Major gebe es viele Überraschungen.

Die Partie Federer - Lopez beginnt um 1 Uhr Schweizer Zeit (ak)

Erstellt: 02.09.2017, 15:55 Uhr

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