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Mahut gewinnt den Tennismarathon – im Traum

Der französische Tennisprofi, der Verlierer im Rekordspiel von Wimbledon, ist in Newport (USA) zurück auf dem Court und geniesst seine Popularität.

Gefragter Mann: Nicolas Mahut wird von Autogrammjägern bestürmt.
Gefragter Mann: Nicolas Mahut wird von Autogrammjägern bestürmt.
Keystone

Nicolas Mahut hat noch nicht genug vom Rasentennis. In Wimbledon quälte er sich auf Court 18 gegen John Isner über 11 Stunden und 5 Minuten und weinte danach in der Kabine hemmungslos. Inzwischen hat er die Niederlage weggesteckt. In Newport, Rhode Island, wo er dank seiner Berühmtheit eine Wildcard erhielt, ist ihm der Wiedereinstieg nach einer Woche Pause gut gelungen. Er schlug zum Auftakt des Rasenturniers den Kolumbianer Alejandro Falla, der Roger Federer im All England Club über fünf Sätze gezwungen hatte, und brauchte für das 6:3, 1:6, 6:3 nur gerade 83 Minuten – ein Spaziergang im Vergleich zu seinem Erstrundenspiel gegen Isner.

Angesprochen auf die 36 Grad Hitze in Newport, musste der Franzose nur lachen. «Ich werde mich nie mehr beschweren», sagte er. «Denn etwas Schlimmeres als in Wimbledon werde ich nie mehr erleben. Jeder Match wird einfach sein als jener.» Mahut und Isner übertrafen insgesamt 12 Bestmarken, und in Online-Abstimmungen in den USA wurde ihr Marathonspiel mit Abstand zu jenem gewählt, das nie mehr übertroffen wird. «Dieser Match ist zugleich der schönste Moment meines Lebens wie der bitterste», sagte Mahut, der seine neu erlangte Bekanntheit geniesst: «Alle zwei Minuten spricht mich jemand an und gratuliert mir. Das ist ein schönes Gefühl und gibt mir Energie.»

Spiel ohne Verlierer

Mahut war überrascht über die Reaktionen der Leute, die auf ihn zugehen: «Ich dachte, sie würden sagen: Pech gehabt, dass du den Match verloren hast. Aber sie sagen: unglaublich, was du geleistet hast. Diese Partie hatte keinen Verlierer.» Der 28-Jährige bekannte, dass er sich etwas mehr unter Druck fühle, da seine Karriere nun genauer beobachtet werde. Die Weltnummer 144 hat sich vorerst zum Ziel gesetzt, zurück in die Top 100 zu kommen. Mahut bekannte, dass er immer noch «jede Minute» an sein Marathonspiel denke und auch schon oft davon geträumt habe. «Und schon mehrmals habe ich den Match in meinem Traum gewonnen.»

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