Nur Nadal war in den letzten 10 Jahren besser als Federer

Die Tennisbühne wird seit Jahren von denselben dominiert. So konstant wie der Spanier ist aber keiner.

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Das Tennisjahr 2020 steht vor der Tür. In rund einem Monat wird in Australien bereits für den ersten Grand-Slam-Titel der Saison serviert. Zu den Siegesanwärtern gehören Rafael Nadal, Novak Djokovic und Roger Federer. So ganz nach dem Motto: im Westen nichts Neues.

Bevor das neue Jahr losgeht, lohnt sich aber noch ein Blick zurück auf das zu Ende gehende Jahrzehnt. Die Dominanz der drei ist von 2010 bis 2019 besonders beeindruckend gewesen. Von den vierzig Grand-Slam-Titeln, die es zu gewinnen gegeben hat, haben sie 33 für sich beansprucht.

Ihre Überlegenheit beweist auch ein Blick auf die ATP-Weltrangliste. Nadal, Djokovic und Federer beenden das Jahrzehnt dort, wo sie es begonnen haben: an vorderster Stelle. Dahinter ist die Situation deutlich unübersichtlicher. Auf den Rängen vier bis zehn liegen zum Ende des Jahrzehnts alles neue Spieler, als noch 2010.

Unter den ersten drei ist allerdings ein wesentlicher Unterschied auszumachen. Lediglich Nadal hat es von 2010 bis 2019 geschafft, sich konstant in den Top Ten der ATP-Weltrangliste zu halten. Wer seine Rankinghistorie noch etwas genauer betrachtet, dem fällt auf, dass der Spanier seit dem 25. April 2005 zu den zehn Besten gehört. Dies, obwohl der Mallorquiner während seiner Karriere immer wieder mit Rückenbeschwerden zu kämpfen hat.

Roger Federers Bilanz lässt sich ebenfalls mehr als sehen. Von 3652 möglichen Tagen hat der 38-Jährige Baselbieter 3568 davon unter den ersten zehn der Welt verbracht. Für den zwischenzeitlichen Ausflug aus den Top Ten ist sein Verletzungsjahr 2017 verantwortlich. Auch wegen dem Triumph an den Australian Open 2018 ist er auf schnellstem Weg in die Top Ten zurückgekehrt.

Der dritte im Bunde, Novak Djokovic, hat von 2010 bis 2019 die meisten Grand-Slam-Titel gesammelt. Doch auch ihn haben Verletzungen zurückgebunden – insbesondere 2018. Dies hat zur Folge gehabt, dass der Serbe für fast ein Jahr in den Top Ten gefehlt hat.

Die Rankinghistorie von Nadal, Federer und Djokovic ist nicht nur im letzten Jahrzehnt beeindruckend. Federer ist 2002 erstmals in die Top Ten vorgestossen. Damit steht seit rund siebzehn Jahren mindestens einer der drei Grossen stets in den Top Ten.

Die weiteren Grand-Slam-Sieger des Jahrzehnts – Andy Murray, Stan Wawrinka und Marin Cilic – liegen inzwischen ausserhalb der Top Ten. Der Schotte kehrt im neuen Jahrzehnt nach seinem zwischenzeitlichen Rücktritt auf die Tennisbühne zurück, nachdem er 2019 bereits im Doppel sein Comeback gefeiert hat.

Und wie viele Tage haben die aktuellen Top-Ten-Spieler schon in den vorderen Regionen verbracht? Nicht gerade viele, wie die nachstehende Tabelle zeigt. Nur Dominic Thiem hat sich mit 1304 Tagen über drei Jahre lang vorne aufgehalten. Der 26-jährige Österreicher ist aktuell die Weltnummer vier und führt eine Gruppe wilder Junger an. Hinter ihm liegen Medvedev (23), Tsitsipas (21), Zverev (22) und Berrettini (23), die sich insbesondere in der jüngsten Saison oben festgesetzt haben und 2020 weiter für Furore sorgen wollen.

Los geht das neue Tennisjahrzehnt am 3. Januar in Australien. Gut möglich, dass die Dominanz von Nadal, Federer und Djokovic in der neuen Dekade noch etwas weitergeht. Die jungen Wilden könnten aber schon bald für noch grössere Schlagzeilen sorgen.


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Erstellt: 25.12.2019, 15:03 Uhr

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