Zum Hauptinhalt springen

Roger Federer: «Ob ich Favorit bin, ist mir egal»

Nach dem Sieg gegen Novak Djokovic steht Roger Federer in London voller Selbstvertrauen im Halbfinal. Dennoch träume er noch nicht vom Titel.

Die Highlights der Partie zwischen Roger Federer und Novak Djokovic. (Video: Tamedia)

Novak Djokovic war nach der 4:6, 3:6-Niederlage gegen Roger Federer von seiner Leistung enttäuscht. Er habe nicht viel richtig gemacht, hielt er fest, erwies sich aber als fairer Verlierer. «Er war in jedem Aspekt des Spiels besser und verdiente den Sieg definitiv.»

Der Serbe suchte keine Ausreden. Zur Szene, als er sich den Ellbogen gehalten hatte, sagte er, er habe einen stechenden Schmerz gespürt. «Aber ich konnte den Match beenden. Es war wohl nur eine merkwürdige Begegnung, später war das kein Problem mehr.»

Der Schweizer war nach dem Halbfinaleinzug am ATP-Finale, das liegt in der Natur der Sache, über die Ereignisse in der O2-Arena erfreuter. «Ich hatte von Anfang an einen guten Rhythmus, im Grundlinienspiel und auch beim Aufschlag. Daher spürte ich, dass er gefährlich leben würde, sollte er nicht grossartiges Tennis zeigen. Das war ein gutes Gefühl, auch wenn ich wusste, dass dies gegen Novak nichts heissen musste.»

Nach dem verwerteten Matchball brachen die Emotionen aus Roger Federer heraus. (Video: SRF)

Federer behauptete, nicht gewusst zu haben, dass der letzte Sieg gegen Djokovic vier Jahre zurücklag. Es sei immer speziell, Djokovic zu schlagen, nachdem, was in Wimbledon passiert sei, ganz besonders. «Aber ich habe nicht das Gefühl, ich hätte Geister vertrieben. Ich habe diese Niederlage ziemlich schnell hinter mir gelassen.»

Auch im Halbfinal offensiv

Im Halbfinal wird der Baselbieter am Samstagnachmittag entweder auf Rafael Nadal oder Stefanos Tsitsipas treffen. Er erwartet so oder so einen ganz anderen Match als gegen Djokovic. «Ob ich Favorit bin, ist mir völlig egal», erzählte er. Er sei überzeugt, erneut eine sehr gute Leistung bringen zu können. «Es ist klar: Nach diesem Sieg kann ich mit sehr viel Selbstvertrauen in den Halbfinal steigen. Doch ich träume nicht schon vom Titel.»

Die Marschroute ist aber klar: Federer will erneut offensiv agieren, die Initiative an sich reissen. «Ist einer trotzdem besser, kann ich das akzeptieren. Was ich nicht akzeptieren kann, ist: vorsichtig spielen und dann verlieren.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch