«Oh, so ein Pech, Roger trifft schon in den Halbfinals auf Djokovic»

Es kommt, wie es kommen musste: Djokovic trifft auf Federer. Ersterer buhlt um die Gunst des Publikums – und Roger hat eine Antwort für alle ewigen Pessimisten parat.

Schafft er es wieder einmal? Roger Federer beim Match gegen Tomas Berdych.

Schafft er es wieder einmal? Roger Federer beim Match gegen Tomas Berdych. Bild: Keystone

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Novak Djokovic brauchte rund zwei Stunden und drei Matchbälle, bis er Kei Nishikori eliminiert hatte. Der Japaner wehrte sich nach Kräften, schaffte im dritten Satz sogar zwei Breaks, verlor am Ende aber mit 6:3, 6:2, 6:4. Insgesamt verzeichnete die Weltnummer 1 22 Winner gegenüber 27 Fehlern. Keine berauschende Bilanz, aber im Vergleich zum Achtelfinal gegen Gilles Simon eine deutliche Steigerung.

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Im Duell um den Einzug in die Viertelfinals leistete sich Djokovic 100 sogenannte Unforced Errors und musste gegen den Franzosen über fünf Sätze. «Nach diesem Match brauchte ich echt eine Pause. Ich habe auf das Training verzichtet. Ich musste die Batterien wieder aufladen und habe deshalb keinen Ball gespielt», verriet Djokovic im Platzinterview.

Unmittelbar nach dem Sieg gegen Nishikori suchte Djokovic die Nähe zum Publikum, beschenkte die Fans mit Handtüchern und sagte anschliessend ins Stadionmikrofon: «Ich wünsche euch allen einen glücklichen Nationalfeiertag. Danke, dass ihr trotzdem alle ins Stadion gekommen seid, um Tennis zu schauen.» Was folgte, war patriotischer Beifall und die Gewissheit für Djokovic, dass er vielleicht wieder ein paar Fans dazugewonnen hat.

Vorsichtiger Djokovic

Im Halbfinal gegen Roger Federer dürfte die Weltnummer 1 trotz der zuletzt so dominierenden Rolle (allein fünf Turniersiege am Australian Open) auf weniger Sympathisanten treffen. Der Schweizer geniesst auch in Melbourne in jeder Partie eine Art Heimvorteil. Entsprechend vorsichtig ist Djokovic bei der Wortwahl: «Gegen Roger zu spielen, ist immer eine grosse Herausforderung. Er ist ein grosser Champion. Wir haben viel Respekt füreinander.»

Obwohl Federer als Aussenseiter gegen Djokovic antritt, hat er seinen 18. Major-Titel fest im Visier: «Die Leute sagen nach Auslosungen immer: ‹Oh, so ein Pech, Roger trifft schon in den Halbfinals auf Djokovic.› Aber mir ist das stets egal. Ich will das Turnier gewinnen. Und in der Verfassung, in der sich Djokovic seit vielen Monaten befindet, führt der Sieg ohnehin über ihn. Ihn gilt es zu schlagen, wenn man das Turnier gewinnen will. Also, warum nicht im Halbfinal?»

In den Direktduellen zwischen Federer und Djokovic steht es 22:22. Nicht eingerechnet in dieser Statistik ist der Masters-Final von 2014, den Federer wegen Rückenproblemen nicht bestreiten konnte und Forfait erklärte.

(sr/si)

Erstellt: 26.01.2016, 13:46 Uhr

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