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Ein lettisches Märchen in der Stadt der Liebe

Die erst 20-jährige Jelena Ostapenko gewinnt überraschend den Final des French Open. Damit geht ein neuer Stern am Tennis-Himmel auf.

Was für ein Lauf: Die Aussenseiterin aus Riga powert sich zum Triumph im Bois de Boulogne. (10. Juni 2017)
Was für ein Lauf: Die Aussenseiterin aus Riga powert sich zum Triumph im Bois de Boulogne. (10. Juni 2017)
Michel Euler (AP), Keystone
Damit hat vor dem Turnier niemand gerechnet: Jelena Ostapenko kann den Pokal des French Open in die Höhe stemmen.
Damit hat vor dem Turnier niemand gerechnet: Jelena Ostapenko kann den Pokal des French Open in die Höhe stemmen.
Michel Euler (AP), Keystone
Faire Verliererin: Halep gratuliert der Nummer 47 im Ranking für ihre grossartige Leistung.
Faire Verliererin: Halep gratuliert der Nummer 47 im Ranking für ihre grossartige Leistung.
Clive Brunskill/Getty Images
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Der sensationelle Aufstieg von Jelena Ostapenko fand in Paris sein perfektes Ende. Die ungesetzte Lettin gewann sensationell das French Open. Im Final bezwang sie Simona Halep.

Ostapenko setzte sich gegen die als Nummer 3 gesetzte Rumänin 4:6, 6:4, 6:3 durch. Im Halbfinal hatte die Nummer 47 der Welt Timea Bacsinszky ebenfalls in drei Sätzen bezwungen.

Ein historischer Triumph

Am 10. Juni 2017 ist in Paris endgültig ein neuer Stern am Tennishimmel aufgegangen. Völlig unbeschwert spielte die vor zwei Tagen 20-jährig gewordene Ostapenko ihr Powertennis und überforderte damit die favorisierte Halep je länger je mehr. Nach fast genau zwei Stunden machte die Lettin mit zwei direkten Returnwinnern mit der Rückhand alles klar. Mit dem 4:6, 6:4, 6:3-Sieg wurde sie zur erst zweiten ungesetzten Siegerin am French Open nach der Britin Margaret Scriven 1933. Es war der erste WTA-Titel von Ostapenko überhaupt.

Das Erfolgsrezept der Nummer 47 lautete genau gleich wie im Halbfinal gegen die Schweizerin Timea Bacsinszky. Auch im Final attackierte Ostapenko praktisch jeden Ball mit vollem Risiko. So schlug sie 54 Winner und genau gleich viele unerzwungene Fehler. Im gesamten Turnier liess sie sich in sieben Matches sage und schreibe 299 direkte Gewinnpunkte gutschreiben.

Immer das Ziel vor Augen

Vor allem liess sie sich nie von ihrem Weg abbringen. Ostapenko machte im zweiten Satz einen 0:3- und im dritten einen 1:3-Rückstand wett. Halep verpasste ihre grössten Chancen Mitte des zweiten Durchgangs. Sie hatte drei Breakbälle zum 4:0, später zwei weitere zum 4:2 und führte noch einmal mit einem Break 4:3. Am Ende agierte die 25-jährige Rumänin aber zu passiv und liess die Lettin zu sehr das Spiel diktieren. Beim entscheidenden Aufschlagverlust zum 3:4 im dritten Satz kaum auch noch Pech dazu, als Ostapenkos Ball, der weit ins Aus geflogen wäre, via Netzkante ins Feld plumpste. Danach gewann Halep nur noch drei Punkte.

Sie verpasste in ihrem zweiten French-Open-Final nach 2014 (Niederlage gegen Maria Scharapowa) nicht nur ihren ersten Grand-Slam-Titel, sondern auch den erstmaligen Sprung auf Platz 1 der Weltrangliste. Dort bleibt vorerst die Deutsche Angelique Kerber.

SDA/fal

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