Schmerzen im Doppelpack

Serena Williams leidet unter Abnutzung der Kniegelenke – Schwester Venus belastet ein seltenes Syndrom.

Geteiltes Leid: Die Gelenke machen den Williams-Schwestern immer wieder zu schaffen.

Geteiltes Leid: Die Gelenke machen den Williams-Schwestern immer wieder zu schaffen. Bild: Keystone

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Ein Finalsieg an einem Grand Slam fehlt ihr noch, um Steffi Graf und ihre 22 Majortitel einzuholen. Serena Williams gewann allein unter ihrem neuen Trainer und Lebenspartner Patrick Mouratoglou in den vergangenen drei Jahren acht Grand-Slam-Turniere – die Zeit der grossen Erfolge könnte aber bereits vorbei sein, befürchtet der französische Coach. «In ihrem Alter könnte ihre ganze Karriere gefährdet sein, wenn sie immer weitermacht und sich öfter verletzt.»

Seit den US Open und ihrem Ausscheiden im Halbfinal hat die 34-jährige US-Amerikanerin kein Turnier mehr gespielt, selbst die World Tour Finals in Singapur liess sie sausen. Mouratoglou bestätigt nun, dass Serena in den vergangenen Wochen mehrere Verletzungen auskurieren musste, der wunde Punkt liegt aber im Knie. «Der Knorpel ist nicht ganz weg, aber ein grosser Teil», sagte Mouratoglou. «Sie hat Knochenprellungen und wenn du damit zu lange weiterspielst, ist der nächste Schritt eine Stressfraktur.»

Wie lange ihr Körper noch mitspielt, kann ihr Trainer derzeit nicht abschätzen, eine längere Pause wäre für ihre Karriere allerdings nicht förderlich. «Wenn sie für ein Jahr aussetzen müsste, wäre das wirklich schlecht für sie.» Aus der Sicht von Mouratoglou besteht die Gefahr, dass seine Freundin die gleichen Schmerzen wie Rafael Nadal erleiden muss. «Er hat immer weitergespielt mit seiner Verletzung, dann ist es schlimmer geworden und er musste fast ein Jahr lang aussetzen. Wir möchten nicht, dass das passiert.»

Während Serena Williams das geplante Comeback am Hopman Cup Anfang Januar vorbereitet, sorgt ihre ältere Schwester Venus in China für positive Schlagzeilen. Als Nummer 1 des Turniers von Zhuhai prescht sie in den Halbfinal vor. Trotz ihren 35 Jahren ist ihr Siegeswille nicht zu bändigen. «Es ist erst Zeit, zurückzutreten, wenn du Rückschritte machst, du dein Level nicht mehr halten kannst oder wenn du einfach genug hast. Auf mich trifft keiner dieser Punkte zu.»

Venus will das Ende ihrer Karriere am liebsten gar nie kommunizieren, und das, obwohl auch sie seit Jahren einen schmerzhaften Begleiter hat. Wegen des Sjögren-Syndroms leidet die siebenfache Grand-Slam-Siegerin an Mund- und Augentrockenheit, mit der Folge, dass sich immer wieder Risse in den Schleimhäuten bilden. Und wie ihre jüngere Schwester belasten auch sie chronische Gelenkschmerzen, die mit ständiger Müdigkeit einhergehen. Wenigstens im Schlaf ist sie schmerzfrei.

Erstellt: 05.11.2015, 19:50 Uhr

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