Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Lucky Loser trifft jetzt auf Djokovic

Eigentlich ausgeschieden, jetzt in Runde 2: Henri Laaksonen gelingt die Reaktion. Auch Stan Wawrinka gewinnt.

Steht in Runde 2: Der Schweizer Henri Laaksonen.
Steht in Runde 2: Der Schweizer Henri Laaksonen.
Yoan Valat, Keystone
Der Lucky Loser besiegte Pedro Martinez Portero in drei Sätzen.
Der Lucky Loser besiegte Pedro Martinez Portero in drei Sätzen.
Yoan Valat, Keystone
Gegen den Slowaken Jozef Kovalik musste der Romand zwar einen Satz abgeben, am Schluss gewann er allerdings ungefährdet.
Gegen den Slowaken Jozef Kovalik musste der Romand zwar einen Satz abgeben, am Schluss gewann er allerdings ungefährdet.
Christophe Ena, Keystone
1 / 4

Henri Laaksonen überstand zum zweiten Mal eine Runde bei einem Grand-Slam-Turnier. Dank dem 6:1, 6:0, 7:6 (7:4) gegen den Spanier Pedro Martinez winkt das Zweitrunden-Duell gegen Novak Djokovic.

Eigentlich war Laaksonen in Roland Garros schon ausgeschieden. Am Freitag hatte er die letzte Qualifikationsrunde gegen den Schweden Mikael Ymer verloren und war einige Stunden später auch noch beim Losentscheid leer ausgegangen, als es darum ging, die Forfaits im Haupttableau mit Lucky Loser zu kompensieren. Erst am Sonntag brachte die Absage von Sam Querrey den am besten klassierten Drittrunden-Verlierer der Qualifikation doch noch ins Hauptfeld.

Die unverhoffte zweite Chance ging Laaksonen unbeschwert an. Bis zu Beginn des dritten Satzes zeigte der Weltranglisten-104. gegen den um 30 Plätze schlechter klassierten Martinez eine hervorragende, abgeklärte Leistung und dominierte nach Belieben. Auch den einzigen heiklen Moment in den ersten beiden Umgängen, einen Breakball von Martinez beim Stand von 3:0, überstand er souverän - mit einem Ass.

Beide Spieler wirkten unsicher

Mit dem wertvollen Sieg vor Augen verlor Laaksonen aber Ruhe und Übersicht. Beide Spieler wirkten in der Schlussphase unsicher. Der Schweizer mit finnischen Wurzeln gab zweimal einen Breakvorsprung her, während der Spanier beim Stand von 5:4 vier Satzbälle, davon drei am Stück, ungenutzt liess. Am Ende, nach etwas längerer Spieldauer, als sich zunächst abgezeichnet hatte, sicherte sich aber doch der beständigere Laaksonen den verdienten Sieg.

Video: Laaksonen in Runde 2

Nun wird für die Nummer 3 unter den Schweizer Tennisspielern der meistbeachtete Auftritt seiner bisherigen Karriere folgen. In der zweiten Runde trifft er auf Djokovic, der den Polen Hubert Hurakcz in drei Sätzen besiegte.

Wawrinka wackelt nur kurz

Auch Stan Wawrinka übersteht die 1. Runde beim French Open. Der Romand gewinnt gegen den Slowaken Jozef Kovalik in vier Sätzen mit 6:1, 6:7 (3:7), 6:2, 6:3.

Wawrinka verlor zwar den zweiten Satz, bekundete aber insgesamt keine grosse Mühe mit Kovalik (ATP 132). Meistens gab der French-Open-Sieger von 2015 und Finalist von 2017 den Rhythmus vor und kontrollierte das Geschehen auch dank seinem gut funktionierenden Service. Dass Wawrinka noch Verbesserungsmöglichkeiten hat, überrascht nicht. Schliesslich verlor er zuletzt in Rom und Genf in der 1. Runde.

In den letzten Wochen zeigte Wawrinka einige Formschwankungen während der Matches. Gegen Kovalik ärgerte sich der 33-Jährige wiederholt über sich selber, etwa im Tiebreak des zweiten Satzes nach einer misslungenen Rückhand. Doch auf den verlorenen Umgang reagierte er überzeugend. Sein Sieg war nie in Gefahr, zumal er bei eigenem Aufschlag kaum etwas zuliess. Wawrinka kassierte kein Break und kompensierte die kleinen Ungenauigkeiten mit seinen wuchtigen Angriffen.

Am Mittwoch dürfte über den Formstand von Wawrinka noch etwas mehr Klarheit herrschen. Denn auf den Waadtländer wartet ein früher ernstzunehmender Test gegen den Chilenen Cristian Garin (ATP 37), der sich innerhalb der letzten 12 Monaten in der Weltrangliste um über 130 Plätze nach vorne gearbeitet hat. Die Punkte dafür sammelte der 22-Jährige fast ausnahmslos auf Sand, zunächst auf der Challenger-Tour und in diesem Jahr auf der ATP-Tour. Er gewann die Turniere von Houston und München; in São Paulo stand er im Final.

Golubic gescheitert

Viktorija Golubic (WTA 79) scheiterte als einzige Schweizer Vertretung in der 1. Runde. Die Zürcherin unterlag der an Nummer 25 gesetzten Taiwanerin Hsieh Su-Wei 4:6, 6:3, 0:6. In einem spektakulären Match mit vielen sehenswerten Ballwechsel trumpfte sie im zweiten Satz auf, spielte intelligent und aggressiv. Im Entscheidungssatz war es dann aber wieder die 33-jährige Hsieh, die mit ihrem unkonventionellen Spiel den Rhythmus vorgab und eindrücklich dominierte. Die Vorentscheidung fiel im dritten Game, als Golubic ihren Service trotz 40:0-Führung noch abgab. Danach war die Weltranglisten-25. nicht mehr zu stoppen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch